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VERMISCHTES

 

Notunterkünfte und Wiederaufbau in Haiti


Köln (3.3.10): Die Hilfsmaßnahmen von Habitat for Humanity schreiten zügig voran, braucht aber noch Unterstützung.
In Haiti ist der Bedarf an Notunterkünften nach dem verheerenden Erdbeben vom 12. Januar immer noch sehr hoch. 3,7 Millionen Einwohner Haitis sind von dem Erdbeben betroffen worden. Mindestens 1,1 Millionen Menschen sind obdachlos geworden, davon allein in Port-Au-Prince etwa 700.000 Menschen.

Zudem haben in der vergangenen Woche starke Regenfälle der nahenden Regen- und Hurrikanzeit den Menschen, die auf der Straße und in Zelten leben, noch einmal zusätzliches Leid gebracht. Ein eiliges Voranschreiten der Hilfemaßnahmen ist aufgrund der Wetterbedingungen unbedingt erforderlich.

Habitat for Humanity hat in einer ersten Phase des dreiphasigen Katastrophenplans direkt nach dem Erdbeben Materialien für Aufräumarbeiten zur Verfügung gestellt. In einem zweiten Schritt wurden und werden insgesamt 10.000 Materialsets für Notunterkünfte an die Betroffenen verteilt. Diese Sets beinhalten u.a. eine stabile Plane, ein Eimer mit Deckel, ein Kunststoff- und Drahtseil, Säge, Stemmeisen, Schraubenzieher, Hammer und Klebeband. Die Lieferung erfolgt über die Dominikanische Republik und die USA. Mitarbeiter von Habitat for Humanity sowie geschulte Kooperationspartner verteilen diese "Shelter Kits" an die Betroffenen vor Ort.

Außerdem beurteilt ein Expertenteam von Habitat for Humanity den Zustand der vielen Häuser, die zwar noch stehen, zum Teil aber aus Sicherheitsgründen nicht mehr betreten werden dürfen. Eine Klassifizierung der Häuser rot (Abriss), gelb (reparierbar) und grün (Betreten unbedenklich) wird vorgenommen und hilft den Menschen vor Ort, ihre als unbedenklich eingestuften Häuser wieder angstfrei betreten zu können.

Die dritte Phase, der Bau von stabilen, einfachen Basishäusern, die auch Naturkatastrophen standhalten, ist in konkreter Planungsphase. Dazu benutzt Habitat for Humanity das Modell eines sehr einfachen Hauses, das den Familien sofortigen Schutz bietet und gleichzeitig die Basis für ein dauerhaftes Dach über dem Kopf ist. Es entspricht internationalen Standards und hat eine Fläche von 17,5 m², ein sturmsicheres Schutzdach, einen Beton-Fussboden sowie eine separate Einheit für Toilette und Dusche. Der Bau der ersten 50 Pilothäuser nahe Port-au-Prince soll im April beginnen. Hinsichtlich der beginnenden Regenzeit und Hurrikansaison und damit einhergehender Seuchengefahr wird der Bau von dauerhaften Häusern von tausenden Familien verzweifelt erwartet. Weitere Spenden werden für den Bau dieser Häuser dringend benötigt.


Web >> www.hfhd.de

(Quelle: HfH)


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