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VERMISCHTES

Ökologischer Lebensmittel-Hersteller und Klimaschutz


Bad Brückenaus (18.12.09): Die Assoziation ökologischer Lebensmittel-Hersteller (Aoel) repräsentieren einen Markt von rund 1,3 Mrd. Euro im Jahr 2008. Sie sehen sich aktuell als Vorreiter und Vorbilder für Klimaschutz und wollen für mehr Engagement ermuntern.
"Packt’s an! Es lohnt sich!", sagt der Verband den Regierungsteilnehmern der Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen. Schon seit Jahren engagieren sich die Unternehmen des Verbandes aktiv im Klimaschutz und stellt drei Leuchtturmunternehmen vor.

Die AoeL hat sich zum Ziel gesetzt den Umwelt- und Verbraucherschutz unter Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte, das Wertebewusstsein für Lebensmittel und das Wissen über Qualität und Sicherheit von ökologischen Lebensmitteln zu fördern. Sie setzt sich ein für die Sicherung einer transparenten Deklaration und der Fortbildung einschlägiger Normen für ökologische Lebensmittel. Die Mitglieder legen gemeinsame Strategien zur Entwicklung des Marktes für ökologische Lebensmittel fest, so zusammenfassend das Eigenverständnis wie Anspruch des Verbandes.

Leuchtturmprojekte des Klimaschutz

Der Verband hebt drei Unternehmen besonders mit ihren Maßnahmen hervor: Teutoburger Ölmühle, HiPP und Lebensbaum.

So hat es die Teutoburger Ölmühle sogar geschafft, einen eigenen Energie-Kreislauf aufzubauen und auf diese Weise energie-autark zu arbeiten. Sie verarbeitet die Schalen des Rapssamens zu einem Restöl, um damit ein firmeneigenes Blockheizkraftwerk zu betreiben und umweltfreundlichen Treibstoff für Lastwagen herzustellen. „Wir sind als Lebensmittel-Hersteller in hohem Grad auf die Ressourcen der Natur angewiesen und fühlen uns deshalb besonders in der Verantwortung, diese Ressourcen zu schützen“, sagt der Erfinder und Geschäftsführer der Teutoburger Ölmühle, Dr. Michael Raß.

Auch HiPP, das durch die Nutzung regenerativer Energien komplett CO2-neutral arbeitet, lässt seine organischen Abfälle energetisch verwerten. Der Babykost-Hersteller ist ein Beispiel dafür, wie ein Unternehmen aktiv Klimapolitik mitgestalten kann: Erst durch das Mitwirken hat die 23.000-Einwohner-Stadt Pfaffenhofen im Jahr 2002 ein Biomasse-Kraftwerk gebaut.

In der Produktion von Lebensbaum, dem Spezialisten für Kaffee, Tee und Gewürze, fallen ebenfalls keine CO2-Emissionen mehr an. Das Unternehmen setzt zu 100 Prozent auf regenerative Energien. Die energiesparenden Maschinen werden mit lokalem Ökostrom betrieben und die Produktions- und Lagerhallen mit einer neu installierten Erdwärme-Anlage temperiert. Darüber hinaus sind alle Gebäude aufwändig gedämmt.

"Wir wollen so wenig Energie wie möglich verbrauchen“, erklärt Lebensbaum-Gründer und Eigentümer Ulrich Walter. Er unterstreicht: „Investitionen in Ressourcen sparende Spitzentechnologien sind nicht nur ökologisch, sondern immer auch ökonomisch sinnvoll.“

AoeL-Geschäftsführer Dr. Alexander Beck sagt: „Diese Vorreiter sollten Unternehmen aus allen Branchen Mut machen, dem Beispiel der ökologischen Lebensmittel-Hersteller zu folgen und Klimaschutz aktiv anzugehen – und zwar jetzt, bevor der Klimawandel für alle unbezahlbar wird.“


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