Hintergrund für den DVJ sind Äußerungen des angeklagten Ex-Sicherheitschefs der Telekom, bei dem Unternehmen sei es Mitarbeitern mit Hilfe einer Software möglich gewesen, vollautomatisch die Verbindungsdaten von Journalisten auszuspähen. Hier ist ein Bericht im DER SPIEGEL Hintergrund. Bei der fraglichen Software geht es um eine Software, die nach Darstellung der Telekom, dem Kundenschutz diene und Missbrauchsmuster entdecken soll. Mit solch einer Software kann aber eben auch Missbrauch betrieben werden, wie die Telekom-Affäre vor rund zwei Jahren recht drastisch vor Augen geführt hat.
Dazu schreibt die Telekom in einem Antwortschreiben vom 6. Sepetmber an den DVJ, der dieses heute publiziert hat: Der Leiters der Konzernpressestelle Stephan Broszio erklärt unmissverständlich: "Es werden keine Verbindungsdaten von Einzelpersonen oder Journalisten mit der Software ausgewertet, sondern Transaktionsmuster auf Missbrauch und Betrug analysiert."
Aber, so der DJV: "Damit ist klar, dass bei der Telekom weiterhin die Verbindungsdaten von Journalisten eingesehen werden können", kritisiert Konken und fragt nicht ganz unberechtigt nach: "Wer garantiert Journalisten, dass ihre Daten bei der Telekom heute sicher sind?"
Das Vertrauen der Kolleginnen und Kollegen in den Bonner Telefonriesen sei spätestens seit Bekannt werden der Telekom-Affäre vor über zwei Jahren nachhaltig erschüttert, so der DVJ. Dass seitdem nur nach und nach Details der Affäre ans Licht der Öffentlichkeit kämen, vertrage sich nicht mit der Zusage von Telekom-Vorstandschef René Obermann, aktiv zur Aufklärung beizutragen, führt der DVJ aus.
In diesem Sinne hatte sich nach Angaben des DVJ Obermann gegenüber dem DJV-Vorsitzenden im Mai 2008 geäußert. Aber: "Statt Transparenz erleben wir seitdem Salami-Taktik. Nur Stück für Stück kommt das offenbar systematische Spitzeln ans Licht.", schreibt der DVJ in seiner Pressemitteilung.
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Samstag, 4. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



VERMISCHTES
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