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Freitag, 10. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!
VERMISCHTES

Roman Mesicek, GF respACT abcsd, KR Martin Essl, bauMax Vorstand, Gertrude Schatzdorfer, Schatzdorfer Gerätebau, IV-GS Markus Beyrer, Diakonie-Direktor Michael Chalupka, Christoph Schneider, Leiter Abt. Wirtschaftspolitik, WKÖ

 

Trigos 2010 am Start


Wien (20.1.10): Der Startschuss ist gefallen, seit 11. Jänner 2010 kann wieder für den TRIGOS, der Auszeichnung für „Gesellschaftliche Unternehmensverantwortung“, eingereicht werden. Dieses Jahr mit an Bord sind die bisherigen TRIGOS-Gewinner, die als Botschafter den Gedanken und das Know-how für CSR weiter tragen sollen.
Mit dem verflixten 7. Jahr des TRIGOS Preises ziehen die Trägerorganisatoren Bilanz über die – nach Eigeneinschätzung – erfolgreiche Vergangenheit.

Der TRIGOS habe sich immer wieder den „Zeichen der Zeit“ angepasst und weiterentwickelt, führen die Trägerorganisationen des TRIGOS weiter aus. Als Beweis wird angeführt, dass 2008 die Kategorien um "Ökologie" erweitert und 2009 die Einreichung auch für Einpersonenunternehmen (EPUs) geöffnet wurde. Wichtig sei es weiter, dass eingereichte Projekt nur zu 50 % gewertet wird, die restlichen 50 % der Bewertung nehmen das Gesamtengagement des Unternehmens in den Blick.

"Für uns ist der TRIGOS ein wichtiges Symbol der konsequenten Umsetzung von Verantwortung durch die heimischen Betriebe", sagt Mag. Markus Beyrer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung.

Umfrage: CSR bringt allen was

Eine weiter Folge der Bilanz der letzten Jahre liegt erstmals auch in Zahlen, Daten und Fakten zur Frage vor, was der TRIGOS Unternehmen gebracht hat.

Eine Befragung unter bisherigen Einreichern hat ergeben, dass bei mehr als der Hälfte der befragten Unternehmen hat die TRIGOS-Einreichung eine erste Bestandsaufnahme und Evaluierung bestehender CSR-Aktivitäten bewirkt. Mehr als ein Drittel konnte dadurch Stärken und Schwächen im Unternehmen definieren.

Drei von vier Einreichern (78%) konnten durch ihre CSR-Maßnahmen das Verhältnis zu ihren Anspruchsgruppen verbessern. Und knapp zwei Drittel sehen dank ihres Engagements die Identifikation der MitarbeiterInnen mit dem Unternehmen steigen. Ein klarer Vorteil im Wettrennen um die „besten Köpfe“, was aber in Österreich durchaus relativ ist.

Für weit mehr als die Hälfte (58%) ist CSR ein wichtiger Motor zur Innovationsförderung im Unternehmen und fast genauso viele stellen durch die gesetzten Maßnahmen Vertrauensgewinn (54%), verbesserte Unternehmenskultur (49%) und höhere Motivation der MitarbeiterInnen (49%) fest.

Zwei der TRIGOS-Botschafter waren auf der dieser Tage stattfindenden Pressekonferenz und stellten ihr Resümee der Trigos-Einreichung vor. Kommerzialrat Essl (bauMax) sieht CSR als ein Gen jedes Unternehmers und blickte zurück auf das Jahr 2006, in dem die bauMax AG den Preis "Markt" für seine Projekt "Energie sparen - Geld sparen" erhielt.

Damals feierte man das 30-jährige Jubiläum des Familienbetriebes und nahm dies zum Anlass ein neues Leitbild zu entwickeln. Mit dem Gedanken der Unternehmensverantwortung entstand schließlich der Energiesparprojekt, mit dem man in Folge beim Trigos resümieren konnte. Doch damit begann erst die Arbeit und kehrte vor der eigenen Türe, wie Essl betonte, und begann die Ökobilanzen der Baumärkte sukzessive zu verbessern. Fazit, in der Logistik konnten 50 % der km-Leistungen eingespart und 25 % an Energiekosten konnte durch neue Beleuchtungssysteme gewonnen werden.

Gerlinde Schatzdorfer - TRIGOS-Botschafterin und Geschäftsführerin von der gleichnamigen Gerätebau GmbH - freute sich, dass mit der Auszeichnung (2009 Sonderpreis Chancengleichheit) auch zugleich der Blick der Öffentlichkeit auf die lange unsichtbaren KMUs geworfen wird. Wurden diese doch lange Jahre auch von der Politik übersehen und dies, obwohl KMUs 60 % der heimischen Wirtschaftsleistung bringen, wie Dr. Schneider von der WKO berichtet.

Microsoft Sonderpreis 2010

Passend zum Europäischen Jahr 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung widmet sich der jährlich von Microsoft gestiftete TRIGOS-Sonderpreis in diesem Jahr dem Thema „Maßnahmen gegen Armut und soziale Benachteiligung“

„Armut bedeutet einen Teufelskreis aus zu wenig Geld und sich verschlechternder Lebensbedingungen. Oft ziehen sich Betroffene wegen ihrer schlechten Wohnverhältnisse, Krankheitsanfälligkeit und dem Fehlen von Anerkennung zurück. Hilfe von außen muss daher vor allem der Beschämung und Isolation entgegenwirken – wer arm ist, ist nicht selber schuld", so Mag. Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich. Wir freuen uns daher, dass der TRIGOS-Sonderpreis dieses Jahr zu verstärktem gesellschaftlichem Engagement in diesem Bereich aufruft“, so Chalupka.

Einreichung 2010

Die TRIGOS-Einreichfrist läuft bis zum 8.3.2010. Im Rahmen der TRIGOS-Gala am 1.6.2010 werden dann die Preisträger gekürt.

Teilnahmeberechtigt sind alle Unternehmen, die Mitglied der Wirtschaftskammer Österreich sind. Weitere Informationen sowie die Einreichunterlagen sind unter www.trigos.at abrufbar.

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