Gemäß dem Forum zeigen Daten der letzten 50 Jahre einen engen Zusammenhang zwischen der Zunahme der landwirtschaftlichen Produktion und der Wassernutzung. Der künftige Zuwachs an landwirtschaftlicher Produktion hängt daher direkt mit der nachhaltigen Nutzung von Süßwasser zusammen.
Weltweit werden rund 70 Prozent des genutzten Süßwassers durch die Landwirtschaft verbraucht. Allerdings stehen immer knappere Wassermengen zur Verfügung, was die Nahrungsmittelsicherheit gefährdet. Auch ist die Qualität des Süßwassers in vielen Regionen der Erde schlecht.
Über eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Und diese Zahl wird drastisch steigen, da die Weltbevölkerung stark wächst und der Klimawandel die regionale Verfügbarkeit von Wasser verändern wird. In der Folge werden Konflikte zwischen Staaten um sauberes und ausreichendes Wasser in den nächsten Jahren intensiver werden. "Im Jahr 2025 werden zwei von drei Personen weltweit unter Bedingungen leben, in denen sie kaum genügend Wasser zum Leben haben", sagte Anders Berntell, Direktor des Stockholm International Water Institute am Treffen des HFFA in Berlin.
Das HFFA teilt die Bedenken betreffend der globalen Nahrungsmittel- und Wasserknappheit. Allerdings ist das Expertengremium überzeugt, dass eine globale Nahrungsmittelkrise infolge einer Wasserknappheit verhindert werden kann. Wasserknappheit ist kein Schicksal, sondern mehrheitlich durch den Menschen verursacht. "Wir haben die Gelegenheit, bereits bestehende Maßnahmen umzusetzen, die zu einer effizienteren Wassernutzung in der Landwirtschaft beitragen. Die Nutzung von Wasser muss in der politischen Agenda eine entscheidende Rolle spielen", sagt Professor Harald von Witzke, Präsident und Sprecher des HFFA.
Das Forum ist sich einig, dass die Forschungsanstrengungen deutlich gesteigert werden müssen. Technologien zur Wassersammlung und Wassererhaltung, aber auch für dürreresistente Pflanzen müssen jetzt vorangetrieben werden, da es rund zwei Jahrzehnte dauert, bis neue Technologien eine Wirkung zeitigen.
Derzeit wird Wasser meist unter seinem Wert für die Gesellschaft angeboten. Dies fördert die Verschwendung. Wenn wir diese knappe Ressource so effizient wie möglich nutzen möchten, muss das Wasser auch einen Preis erhalten und durch den Wassernutzer bezahlt werden. "....Konsumentinnen und Konsumenten müssen sich darauf vorbereiten, dass sie künftig einen höheren Preis für die knappe Ressource Süßwasser bezahlen müssen", sagt Harald von Witzke.
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Freitag, 10. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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