Ein umfassendes neues Tankstellen-Energieprojekt ist am künftigen Flughafen Berlin-Brandenburg geplant. Es soll die künftig die CO2 Emissionen der Tankstelle neutralisieren. Möglich soll dies durch ein nahe dem Flughafen gebaute Windkraftanlage sein, welche nicht nur für eine komplett emissionsfreie Energieversorgung der Tankstelle sorgt, sonder auch für eine CO2-freie Herstellung des dort angebotenen Wasserstoffs sorgen soll.
Die im Vergleich zur konventionellen Stromerzeugung eingesparte Menge an CO2 soll ausreichen, um auch die mittelbaren CO2-Emissionen der Tankstelle, die bei der Verbrennung der dort verkauften konventionellen Kraftstoffe entstehen, vollständig auszugleichen.
Gestern wurde das neue Konzept durch die Geschäftsführer der beteiligten Unternehmen, ENERTRAG und TOTAL, zusammen mit Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck, dem Staatssekretär aus dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Rainer Bomba sowie dem Berliner Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen Harald Wolf der Öffentlichkeit präsentiert.
Ministerpräsident Platzeck nannte die CO2-neutrale Tankstelle ein richtungsweisendes ökologisches Projekt und wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Brandenburger Energiestrategie. Hier zeige sich: Erneuerbare Energien bieten gute Chancen für Ökonomie und Ökologie. Der Erfolg des Projekts ist aus Sicht des Ministerpräsidenten möglich, weil die Bedingungen am künftigen Flughafen Berlin Brandenburg International BBI optimal sind. Damit erweist sich schon heute der BBI einmal mehr als Innovationsmotor. Platzeck: "'Von Schönefeld in die Welt' gilt nicht nur für die Flugzeuge, die bald hier starten, sondern auch für richtungsweisende Ideen am Boden."
Staatssekretär Bomba: "Diese Tankstelle ist ein Musterbeispiel für die erfolgreiche Umsetzung unserer verkehrspolitischen Ziele. Hier ist nicht nur sauber, was aus dem Auspuff kommt, sondern auch was in den Motor fließt. Nur so kommen wir unserem Ziel von Nullemissionsfahrzeugen näher. Wir stehen heute vor einer Zeitenwende im Verkehr. Das ist Herausforderung und Chance zugleich. Ich bin überzeugt davon, dass Deutschland Leitmarkt für Elektromobilität werden kann. Bei der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie sind wir bereits auf dem besten Wege dahin."
Emissionsreduzierung in Zahlen
Durch den Windpark sollen ungefähr 170.000 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden werden. Damit werden die jährlich 40.000 bis 50.000 Tonnen CO2, die in Folge der Verbrennung des an der Tankstelle verkauften konventionellen Kraftstoffes entstehen, mehr als ausgeglichen freuen sie die Betreiber.
Der Baubeginn der Tankstelle mit angeschlossenem Windpark ist für Juni 2011 geplant, in Betrieb genommen wird sie voraussichtlich im Oktober 2011.
Wissenswertes zu Bereich Elektromobilität
Das Bundesverkehrsministerium hat zwei große Programme zur Förderung der Elektromobilität mit Batterie sowie Wasserstoff- und Brennstoffzellen aufgelegt. Insgesamt stellt die Bundesregierung mit der Industrie rund zwei Milliarden Euro zu Verfügung.
"Energie im Wandel", unter diesem Motto läuft derzeit eine deutschlandweite Informationskampagne zu den Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien. Mehr unter energieimwandel.de
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Donnerstag, 9. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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