Man will damit das Fahrzeugflotten-Management des Unternehmens im Rahmen des Klimaprogramms anerkennen. Bayer rüstet seinen weltweiten Fuhrpark mit umweltfreundlichen Technologien um und will dadurch 20 Prozent CO2-Emissionen bis zum Jahr 2012 im Vergleich zu 2007 einsparen.
Durch die Einführung von Fahrzeugen mit verbrauchsoptimierten Motorentechnologien und alternativen Antriebssystemen wie Erdgas- oder Hybridantrieben hat der Konzern die CO2-Emissionen seiner Fahrzeugflotte bis heute bereits um rund 10 Prozent senken können.
Das Fahrzeugflotten-Management mit dem Titel "Eco-Fleet" ist ein Bestandteil des umfassenden Bayer-Klimaprogramms. Mit einer Reihe von weltweiten Maßnahmen vermindert der Konzern die eigenen Treibhausgas-Emissionen und entwickelt neue Lösungen für den Klimaschutz und den Umgang mit dem Klimawandel.
Neben weiteren internen Maßnahmen wie der verstärkten Nutzung von sogenannten Telepräsenzsystemen, die Langstreckenflüge ersetzen können, zählen hierzu beispielsweise auch ein Geschäftsmodell für energieoptimierte Gebäude, eine emissionsmindernde Technologie für die Chlorproduktion und neue Analyse- und Umsetzungsinstrumente zur Optimierung der Energieeffizienz von Produktionsanlagen.
Diese Idee der Effizienzsteigerung übersetzt aber Bayer nicht sonderlich glücklich und sinnvoll, wenn es um soziale Fragen geht: Massive Kritik kommt in Sachen Soziales von den Gewerkschaften in Belgien, berichtet die Informationsplattform Labournet.
Die belgischen Gewerkschaften Algemeen Belgisch Vakverbond (ABVV) und ACV Energie-Chemie lehnen im November des Jahres die vom Bayer-Konzern geforderten freiwilligen Lohnsenkungen in der Antwerpener Kunststoff-Produktion ab.
Das Unternehmen verlangt eine Kürzung des Lohns um rund 10% oder eine entsprechende Verlängerung der Arbeitszeit. Hierdurch sollen Einsparungen von jährlich 9 Millionen Euro erreicht werden.
Levi Sollie, Vertrauensmann der ABVV im Antwerpener Werk sagt dazu: „Bayer Antwerpen hat im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von 190 Millionen Euro verbucht. Vor diesem Hintergrund verlangen wir, dass das Management die Vereinbarungen zu Löhnen und Arbeitszeiten respektiert."
In Kritik auch der Bau einer CO-Pipeline, wo es u.a. am 23. November zu einer Kundgebung vorm Ständehaus in Düsseldorf kam. Zahlreiche Bürgerinitiativen wehren sich gegen Bau einer CO-Pipeline in NRW, die teilweise durch dicht bebautes Gebiet führt. Die Bürgerinitiativen sehen diese Pipeline als nicht sicher an, was Bayer naturgemäß in Abrede stellt.
Und in der "Rheinischen Post" wird dazu im Oktober kommentarhaft berichtet und zusammengefasst: "Trotz des erkennbaren Widerstandes der Bevölkerung und der Politik fehle jegliches Entgegenkommen des Konzerns, um konstruktive Lösungsvorschläge zu suchen. Die Devise von Bayer sei offensichtlich "Augen zu und durch". (Rheinischen Post vom 13.10.09).
Zieht man diese Beispiele heran, dann zeigt sich ein gemischtes bishin widersprüchliches Bild der Nachhaltigkeitsstrategie von Bayer.
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Sonntag, 12. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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