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WIRTSCHAFT

Berlin Spitzenstellung bei Forschung&Entwicklung


Berlin (25.1.10): Nur ein Land gibt mehr Geld (Anteil am BIP) für Forschung&Entwicklung aus, Baden-Württemberg, sagt eine vergleichende Studie von TSB.

Berlin gibt rund 3,4 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Forschung und Entwicklung (FuE) aus und liegt damit weit über dem Bundesdurchschnitt. Nur Baden-Württemberg weist mit 4,4 Prozent einen noch höheren Anteil aus. Zahlen wie diese sind der Studie "Forschung und Entwicklung in Berlin" zu entnehmen, die die TSB jetzt vorgelegt hat. Insbesondere die öffentliche Förderung ist in Berlin stark vertreten. 2007 flossen 1,7 Mrd. Euro, das sind zwei Prozent des BIP, in die Forschung an öffentlichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

 

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung zum Wissenschaftsjahr 2010 sagt der Regierende Oberbürgermeister Klaus Wowereit: "Der Wissenschaftsstandort Berlin gewinnt international weiter an Renommee. Der Senat wird die Wissenschaftslandschaft weiter stärken und ausbauen." Wowereit sieht die Berliner Wissenschaft in einem international beachteten Aufstieg.

 

Die Wirtschaft in Berlin konzentriert sich bei ihren FuE-Ausgaben stärker als in anderen Bundesländern auf Spitzentechnologien. Rund 75 Prozent der Ausgaben gehen in diesen Bereich. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt flossen 32,3 Prozent in Spitzentechnologien, in Baden-Württemberg sind es 23 Prozent. Zur Spitzentechnologie werden Produkte gezählt, bei denen die FuE-Intensität mit über sieben Prozent sehr hoch ausfällt, zum Beispiel Pharmazeutika, EDV-Geräte, Elektronik- und Medientechnik, Medizintechnik und Optik.

 

Eine weitere Besonderheit Berlins findet die Studie: Hier ist man besonders innovativ. 2007 erwirtschafteten die Unternehmen über 37 Prozent ihres Umsatzes mit neuen Produkten. In Vergleichsregionen wie Baden-Württemberg oder Hamburg betrug der Umsatzanteil neuer Produkte rund 27 beziehungsweise 22,4 Prozent.

 

TSB-Vorstand Norbert Quinkert: "Die Zahlen, die die TSB jetzt zusammengetragen hat, zeigen, dass Berlin sich zunehmend als Standort für Spitzentechnologie profiliert. Die Strategie, sich auf diese forschungsintensiven Stärken zu konzentrieren, ist richtig. So entstehen die Innovationen, die wir für die Zukunft brauchen."

 

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