Erst im Juni dieses Jahres hat sich der Bundesverband der Dualen Systeme (BDSD) gegründet der sich als Interessenvertretung für nachhaltiges und wirtschaftliches Verpackungsrecycling sieht. Im gehörten die drei großen Marktteilnehmern, die Redual GmbH & Co. KG, die Der Grüne Punkt - Duales System Deutschland GmbH (DSD) und die Vfw GmbH an, die zusammen mehr als 75 Prozent des Marktvolumens repräsentieren, sowie die Veolia Umweltservice Dual GmbH und die Landbell AG.
Die rechtskonforme Umsetzung der Verpackungsverordnung, die Garantie der Einhaltung von Qualitätsstandards sowie ein Gütesiegel für duale Systeme - hat sich der Bundesverband Dualer Systeme Deutschland e.V. (BDSD) bei seiner Gründung im Juni auf die Fahne geheftet. Bei der Gründung des Verbandes war man sich noch einig, für einen vorbehaltlosen und fairen Dialog zu Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit zu suchen und die Behörden bei der Bekämpfung illegaler Praktiken in der Entsorgungswirtschaft zu unterstützen. Offenbar konnte man sich jedoch verbandsintern nicht einigen.
Mit der im Juli ins Netz gegangen Online-Plattform "verpackVkonkret" wollte man auf rechtlicher und wissenschaftlicher Basis die Regularien der Verpackungsverordnung für die betriebliche Praxis aufarbeiteten.
Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH (DSD) hat nun seinen Austritt erklärt. Mit sofortiger Wirkung stellt Stefan Schreiter, Vorsitzender der Geschäftsführung der DSD GmbH, sein Amt als BDSD-Vizepräsident zur Verfügung.
Austritt aufgrund unterschiedlicher Auffassungen
Innerhalb des Verbandes konnte auch nach wochenlangen Bemühungen keine Einigung erzielt werden über grundsätzliche Standards und Qualitätsrichtlinien, die von den dualen Systemen bereits mehrheitlich in der verpackVkonkret manifestiert sind.
Ein weiterer entscheidender Kritikpunkt für den Verbandsaustritt sind die abweichenden Vorstellungen einzelner dualer Systeme, wie rechtskonforme Branchenlösungen ausgestaltet sein müssen.
„Die Weiterentwicklung des erfolgreichen Verpackungsrecyclings kann nur dann gelingen, wenn es einen Konsens aller dualen Systeme hinsichtlich der Ausrichtung an rechtlichen Vorgaben und der Qualität der Gutachten gibt, auf deren Grundlage Branchenlösungen im Markt angeboten werden. Nur dann wird in Zukunft ein fairer Wettbewerb möglich sein, der letztlich allen Beteiligten zugute kommt“, erläutert Stefan Schreiter. „DSD wird sich nicht weiter für einen Verband zur Verfügung stellen, der anderen Systembetreibern offensichtlich nur als Deckmantel für deren unverantwortliches Marktverhalten dienen soll“, so Schreiter abschließend.
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Sonntag, 12. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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