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WIRTSCHAFT

Deutsche Wirtschaft um 5% geschrumpft


Wiesbaden (13.1.10): Die heute vom Statistischen Bundesamt (destatis) in Wiesbaden veröffentlichten Zahlen machen den massivsten Wirtschaftseinbruch seit Bestehen der Republik aus: -5%.
Man kann nur auf die alte Weisheit bauen, wonach die Stunden vor der Morgendämmerung die finstersten sind. Und finster war das Jahr 2009 mit einem Minus vom 5%. Das fatale dabei ist, dass die Strukturen beibehalten werden und noch nicht auszumachen ist, die überkommenen Strukturen positiv zu überwinden. Sprich, ein Programm nachhaltiger Wirtschaft. Stattdessen muss man ein weitgehendes "weiter so" konstatieren.

Korrespondierend mit der sinkenden Wirtschaftsleistung (BIP) geht einher die Explosion des Staatsdefizits. Dazu destatis:" Der Staatssektor wies im Jahr 2009 nach noch vorläufigen Berechnungen ein Finanzierungsdefizit in Höhe von 77,2 Milliarden Euro auf. Gemessen am BIP in jeweiligen Preisen errechnet sich daraus eine Defizitquote von 3,2%." Damit wurde das Maastrichtkriterium von 3% Verschuldung überschritten.

Der tatsächliche wirtschaftliche Einbruch fand hauptsächlich im Winterhalbjahr 2008/2009 statt. Als bemerkenswerte Hauptfaktoren macht destatis aus, "... dass sowohl die Exporte als auch die Ausrüstungsinvestitionen stark einbrachen." Der Außenhandel, der in früheren Jahren ein wichtiger Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft war, bremste 2009 die wirtschaftliche Entwicklung. Während die Exporte preisbereinigt um 14,7% sanken, betrug der Rückgang bei den Importen nur 8,9%. Die Differenz zwischen Exporten und Importen – der Außenbeitrag – hatte somit wie schon im Jahr 2008 einen negativen Wachstumsbeitrag zum BIP mit – 3,4 Prozentpunkten.

Mit anderen Worten, Abwrackprämie und Bankenrettung hatten nicht den erhofften Erfolg. Es stellt sich die grundsätzliche Frage nach der Ausrichtung der Wirtschaft auf ein nachhaltiges Wirtschaftsmodell



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