Im Bericht wird penibel gezählt und man erfährt, dass die Anzahl der deutschen Millionärshaushalte um 23 Prozent auf rund 430.000 gestiegen ist.
Und auch global braucht man sich keine Sorgen machen um die Reichen. Es beschleicht einem das ungute Gefühl, dass die Reichen von der Krise profitiert haben, was auch plausibel ist, vergegenwärtigt man sich die gigantischen Rettungssschirmen, die da weltweit von den Staaten gespannt und von den Bürgern bezahlt worden sind. Es schaut wie eine Umverteilung von unten nach oben aus.
Und die Fakten von der BCG machen sicher: Im vergangenen Jahr wuchsen die Vermögenswerte von Privatanlegern, die in Bargeld, Aktien, Wertpapieren oder Fonds angelegt sind, um 11,5 Prozent auf 111,5 Billionen US-Dollar. "Damit konnten die Verluste des Vorjahres wettgemacht und das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden.", befindet die BCG. Man darf sich "freuen", die Zeche zahlen die Armen wie das aktuelle Sparprogramm der Bundesregierung demonstriert.
Asien-Pazifik wächst am stärksten – Europa bleibt reichste Region
Mit einem Plus von 4,6 Billionen US-Dollar (15 Prozent) verzeichnete Nordamerika im vergangenen Jahr den größten absoluten Vermögenszuwachs. Relativ gesehen wuchsen die privaten Vermögenswerte in der Region Asien-Pazifik (exklusive Japan) am stärksten: Mit einer Zunahme um 22 Prozent stiegen die dort angelegten Assets fast doppelt so stark wie der globale Durchschnitt. Es folgt Lateinamerika mit einem Wachstum von 16 Prozent.
Mit verwalteten Vermögenswerten von 37,1 Billionen US-Dollar blieb Europa auch 2009 die reichste Region der Welt. Dies entspricht einem Drittel des weltweiten Vermögens – und übertrifft den europäischen Höchstwert vor Einsetzen der Krise (36,5 Billionen US-Dollar). Ja, so macht man Kassa, muss man sachlich konstatieren. Soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit schaut aber anders aus. Als reichste Region der Welt dann massiven Sozialabbau fahren zu wollen, ist einfach nicht gerecht und nicht nachhaltig.
Relative Verlierer sind Nordamerika (35,1 Billionen US-Dollar) und Japan (14,9 Billionen US-Dollar); deren Vermögen blieben hinter dem Vorkrisenniveau zurück.
Bis 2014, so die Prognose der BCG-Studie, werden die globalen Vermögenswerte um durchschnittlich sechs Prozent jährlich zunehmen. Damit wird das Wachstum zwar deutlich schwächer als im vergangenen Jahr ausfallen, aber dennoch höher liegen als die durchschnittliche Wachstumsrate der vergangenen fünf Jahre (4,8 Prozent).
Global: 14% mehr Millionärshaushalte
Weltweit wurden im vergangenen Jahr 11,2 Millionen Millionärshaushalte ermittelt – das sind 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Die meisten Millionäre wohnten in den USA (4,7 Millionen), gefolgt von Japan (1,2 Millionen), China (670.000), Großbritannien (485.000) und Deutschland (430.000). Mit einem Anstieg von 35 Prozent wuchs die Anzahl der Millionärshaushalte in Singapur am stärksten, gefolgt von Malaysia (33 Prozent), der Slowakei (32 Prozent) und China (31 Prozent).
Global zählten 2009 weniger als ein Prozent aller Haushalte zum Kreis der Millionäre; diese verfügten aber über 38 Prozent der Assets. Haushalte mit einem Vermögen von mehr als fünf Millionen US-Dollar repräsentierten 0,1 Prozent aller Haushalte und verfügten über 21 Prozent der globalen Vermögenswerte, so die Studie der BCG.
Der Bericht im Download > www.bcg.com/documents/file50074.pdf
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Samstag, 11. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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