Greenpeace Energy - für die Energiewende geben wir alles - außer klein bei



Anzeige
Dienstag, 22. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
WIRTSCHAFT

 

Diesen Freitag: Alle Ressourcen verbraucht


Hamburg (21.9.09): Kommenden Freitag sind alle natürlichen Ressourcen verbraucht, die der Menschheit für dieses Jahr zur Verfügung stehen. Dies zeigen Berechnungen des internationalen Global Footprint Network. Am 25. September ist die Erde im Minus. Aber der Tag des Bankrotts findet heuer zum ersten Mal später statt. Nur noch 60 Jahre und die Menschheit lebt wieder im Einklang mit den natürlichen Ressourcen.
Zum ersten Mal seit 1986 findet der Tag der ökologischen Überschuldung dieses Jahr im Vergleich zum Vorjahr später statt. Trotz der globalen Wirtschaftskrise wurden Rohstoffverbrauch und Umweltverschmutzung nur um zwei Tage gebremst. Immerhin. Wenn es in dem Tempo weitergeht, dann hat man in rund 60 Jahre endlich den Verbrauch erreicht, den die Erde tragen kann.

Aber bis dahin leben wir auf Pump. "Wir handeln als hätten wir 1,4 Erden und nicht nur eine. Bei einem Unternehmen, das tief in den roten Zahlen steckt, werden Kosten eingespart, um eine Insolvenz zu verhindern. Genauso müssten wir mit dem Naturkapital der Erde verfahren: Der Verbrauch an natürlichen Ressourcen muss verringert werden, bevor es zu spät ist.", so Jürgen Knirsch, Experte für nachhaltigen Konsum bei Greenpeace.


Den größten Anteil an der ökologischen Überschuldung hat der weltweite CO2-Ausstoß durch die Nutzung fossiler Energien, die Abholzung von Urwäldern und der Verkehr. Dazu kommen neue Umweltkrisen, ausgelöst beispielsweise durch den kanadischen Ölsand-Abbau, der unberührte Natur verwüstet und riesige Mengen Treibhausgase freisetzt. Während vor allem die Industriestaaten zu viele Ressourcen verbrauchen, müssen gegenwärtig 1,5 Milliarden Menschen in Entwicklungsländern in extremer Armut leben.

Jedes Jahr berechnet das Global Footprint Network den ökologischen Fußabdruck der Menschheit, das heißt den Bedarf an Acker- und Weideland, Wäldern und Fisch sowie den Platzbedarf für Infrastruktur. Dieser Bedarf wird der weltweiten biologischen Kapazität gegenübergestellt, also dem Vermögen der Ökosysteme, Ressourcen aufzubauen und Müll aufzunehmen. Seit 1986 überschreitet unser jährlicher Bedarf die vorhandenen Kapazitäten. Seitdem tritt - mit Ausnahme dieses Jahres - der Tag der ökologischen Überschuldung jedes Jahr früher ein.

"Ursache für die ökologische Überschuldung sind unsere Wirtschaftsweise und ein Konsumverhalten, das auf Umwelt und Klima wenig Rücksicht nimmt, sagt Knirsch. Wir müssen aufhören, über unsere Verhältnisse zu leben, bevor die Erde ausgelaugt, vollgemüllt und durch den Klimawandel zum unwirtlichen Lebensraum verkommen ist.", so Knirsch.

World Overshoot Day 2008 >> www.glocalist.com/news/kategorie/oekologie/titel/14-erden-noetig-tag-der-oekologischen-ueberschuldung/

<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>RWE unterfertigt Deutschen Nachhaltigkeitskodex
>Studie: Nachhaltige Fonds eine tektonische Verschiebung
>USA: Anti-Dumping Zölle gegen China Solarzellen
>Größter Solar-Parabolspiegel steht in Kalifornien
>Wir verbrauchen zuviel Erde
>B4E Global Summit: Green Economy jetzt!
>Eurosif-Report zu Medien und Nachhaltigkeit
>Umfrage: Wird "sozial" das neue "bio"?
>Gewinnverlagerungen von Konzernen
>Energieproduktion: Vergleich der Kosten
>Solarbranche bricht ein: - 50%
>Neuer Windpark in Rheinland-Pfalz
>Entwicklung nachhaltige Fonds
>Nachhaltigkeit:Luxusgüterindustrie noch zu wenig transparent
>Umfrage:Institutionelle Anleger verhalten für Nachhaltigkeit
>Sonne auf Hawaii
>Umfrage: Energiekosten belasten Unternehmen, aber...
>Berliner Bürger wollen sich ihr Stromnetz kaufen
>Windkraft wird sich in 5 Jahren verdoppeln
>Fairtrade: + 18%
>Investklima für Erneuerbare Energie trübe
>Erneuerbarer Aktienindex: geht so
>Cloud Computing: Die Wolke, die Energie frisst
>Nachhaltige Geldanlagen behaupten sich: +1%
>S.A.G. Solarstrom AG: +31%
>Conergy zeigt sich für 2012 zuversichtlich
>Rezessionsgefahr kaum mehr gegeben
>DeKa Bank steigt aus Nahrungsmittelspekulation aus
>Rainforest Alliance: + 205%
>Erneuerbarer Aktienindex im Fall
>Solarstromproduktion: + 40%
>Deutsche Bahn - der alternative "Geschäftsbericht"
>"Sparpakete" in Europa treffen deutsche Wirtschaft
>Studie: Erneuerbare Energie schafft Arbeitsplätze
>PNE WIND AG mit ausgeglichenem Ergebnis
>E.ON baut erneuerbare Energie in Polen
>Chinasolaraktien drücken Index
>UBA: Wir brauchen eine grüne Wirtschaft
>Internationales Treffen der nachhaltigen Banken
>Windenergiemarkt 2011 gewachsen: +30%
>Skandal: Grünes Geld schon wieder besser als Gierökonomie
>Zugang zum Naturaktienindex (NAI)
>Studie: Nachhaltige Banken besser als konventionelle
>Solon wird von Microsol übernommen
>Droht Insolvenzwelle in Solarbranche
>Solarbranche befürchtet Markteinbruch um 75%
>EthikBank: Zweistelliges Wachstum
>Triodos Bank mit Rekordergebnis für 2011
>Solarkürzungen drücken Aktienindex Erneuerbare Energien
>Solarausstiegsgesetz
Anzeige
comdirect

Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"