"Wirtschaftliche Stärke und unternehmerische Verantwortung sind zwei Seiten derselben Medaille", erklärte Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der EDEKA AG. Zielsetzung sei es, bis Ende 2011 ausschließlich Fisch aus nachhaltiger und bestandserhaltender Fischwirtschaft in allen Märkten der EDEKA-Gruppe anzubieten.
Mit dem Freiburger Öko-Institut will EDEKA eine Wirkstoff-Risikoliste erarbeitet, die regionalen, nationalen und internationalen Obst- und Gemüseproduzenten Transparenz über die Risiken beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln aufzeigt und die Reduzierung von als "rot" eingestuften Wirkstoffen fordert.
Um das Ziel nachhaltigen Fisch bis 2011 zu erreichen, setzt man auf die Kriterien des Marine Stewardship Council (MSC). Der neue nachhaltige Fisch wird so nicht nur das MSC Logo zieren, sondern auch das WWF-Logo mit dem Pandabären.
Gemeinsam mit dem WWF wird EDEKA neue Beschaffungs-Leitlinien ausarbeiten. "Um den Kreis zu schließen, haben wir die wichtigsten Lieferanten mit ins Boot geholt", betonte Mosa. "Wir erwarten, dass die Unternehmen sich an Nachhaltigkeitskriterien ausrichten und mit dem MSC-Siegel zertifizieren lassen." Bei Lieferanten, die Fisch aus Aquakulturen anbieten, werden EDEKA und WWF gemeinsam darauf hinarbeiten, dass diese Zuchten bis 2011 anerkannte Nachhaltigkeitsstandards erfüllen.
Ampel bei Obst&Gemüse
Aber auch bei Obst&Gemüse will man Akzente setzen mit einer neuen Wirkstoff-Risikoliste für Obst- und Gemüseproduzenten. Dafür hat das Freiburger Öko-Institut im Auftrag von EDEKA in den vergangenen Monaten eine umfassende Analyse der in der EDEKA-eigenen Rückstandsdatenbank erfassten Wirkstoffe und einen Abgleich mit den auf der EU-Ebene harmonisierten Stoffen vorgenommen. Eine toxikologische Bewertung der Stoffe in den Kategorien: "unbedenklich", "kritisch" und "besonders kritisch" - gekennzeichnet durch eine farbliche Ampel-Darstellung - soll auch den Produzenten einen Leitfaden an die Hand geben und für mehr Transparenz sorgen.
Lieferanten müssen von daher strengere Auflagen erfüllen: Rund 1.000 Lieferanten wurden seit Gründung der Datenbank für kritische Rückstandsstoffe überprüft; 20 Lieferanten wurden als Konsequenz auch von der Lieferliste genommen. Diese Datenbank will man weiter ausbauen: Bereits heute akzeptiert EDEKA bei allen Produzenten maximal 70 Prozent der gesetzlich vorgegebenen Rückstandshöchstmengen; für Lieferanten der Eigenmarken gilt bereits seit mehr als zehn Jahren: maximal 50 Prozent. Die Vorgaben werden im gesamten Warenfluss - in der Produktion, im Großhandel, aber auch direkt im Einzelhandel - regelmäßig durch unabhängige Labore und eigene Stichproben kontrolliert.
Klimaschutzbilanz
"Wir verfolgen bereits heute sehr tragfähige Aktivitäten auf allen Ebenen des Unternehmens, werden diese aber systematisch und strategisch zusammenführen müssen, um die Energieeffizienz weiter zu steigern", kündigte Mosa an. Die im Herbst vergangenen Jahres in Auftrag gegebene Klima-Bilanz wird in diesen Tagen fertig gestellt werden. Erste Ergebnisse sollen auf der Grünen Woche in Berlin vorgestellt werden.





