Grund für den Börsenrückgang sind die trüben Arbeitsmarktdaten und der neuerlich in schwere Probleme geratende US-Häusermarkt. Anleger befürchten das neuerliche Aufflammen der Rezession in den USA mit den entsprechenden globalen Auswirkungen. Einher geht die aktuelle Entwicklung, wonach die Renditen für Staatsanleihen sinken, sprich der Staat muss weniger Zinsen für seine deponierten Anleihen zahlen. Dies wird allgemein als Signal gewertet, dass der Anlegermarkt eine Rezession befürchtet und man spekuliert über das Kommen von japanischen Verhältnissen: kein Wachstum und Deflation.
Eine Rezession könnte auch den aktuellen Höhenflug Deutschlands beenden, da geringere Nachfrage auf den Exportmärkten zwangsläufig zu Umsatzrückgängen führt. Davon ist u.a. der erneuerbarer Technologiemarkt betroffen, wo deutsche Unternehmen eine Spitzenposition einnehmen.
Der globale Aktienindex für erneuerbare Energien RENIXX World hat gestern auf dem tiefsten Stand seit März 2009 geschlossen. Das Börsenbarometer ist im gestrigen Handel um 1,84 Prozent (-10,46 Punkte) gefallen, Schlusskurs 556,87 Punkte. Im Tagesverlauf markierte der RENIXX bei 552 Punkten den Tagestiefstwert, konnte am Abend aber noch einige Punkte gutmachen.
Infigen Energy, Motech und SunPower mit hohen Verlusten
Die größten Verluste stellten sich wie bereits am Vortag für die Aktien des australischen Windparkbetreibers Infigen Energy ein (-7,8 Prozent, 0,35 Euro). Mit dem taiwanesischen Solarzellen-Hersteller Motech (-6,1 Prozent, 3,08 Euro) und dem US-amerikanischen Solarkonzern SunPower (-5,5 Prozent, 7,69 Euro) folgen zwei Photovoltaik-Titel auf der Verliererliste.
Analysten der Société Générale stufen das Wertpapier von SunPower mit "buy" ein, senken aber das 12-Monats-Kursziel drastisch von 31 auf 12,70 US-Dollar. Man habe die die Gewinnprognosen für das laufende Jahr reduziert. Anteilsscheine des dänischen Windturbinen-Produzenten Vestas sinken um 3,5 Prozent auf 31,02 Euro. Hier waren es die Analysten der NordLB, die das Votum für die Aktie von "kaufen" auf "halten" angepasst haben.
Nach Ansicht der NordLB zeige das abgelaufene Quartal, wie schwierig das Umfeld für die WEA-Hersteller derzeit sei. Mittelfristig dürfte sich weiterer Marktdruck durch das Eintreten chinesischer Konkurrenten ergeben.
Roth & Rau hochgestuft
Auf der Gewinnerlist oben stehen die Titel des Windparkbetreibers China WindPower (+1,2 Prozent, 0,09 Euro) sowie die Aktien des PV-Ausrüsters Roth & Rau (+0,8 Prozent, 20,47 Euro).
Nach Ansicht der Aktienexperten von Merrill Lynch habe die Aktie von Roth & Rau aufgrund des steigenden Auftragsbestands, einer neuen Produktgeneration sowie eines möglichen Rückzug aus dem chinesischen Joint Venture zur Herstellung von Cdte-Solarmodulen nun Potenzial nach oben. Die Bewertung der Analysten wurde von "underperform" auf "neutral" angehoben.
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Samstag, 11. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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