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WIRTSCHAFT

Ethische Fonds und Banken boomen und finden Anerkennung


Berlin (2.6.10): Der Markt ethischer Anlagen boomt und dazu passt es auch, das die GLS Bank zur "Bank des Jahres 2010" gekürt worden ist.
Deutschlands größtes Anlegermagazin Börse Online und der Nachrichtensender n-tv riefen Verbraucher erstmals im April zu einer Bewertung von knapp 150 Banken in Deutschland auf: Alle großen Privatbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken standen zur Auswahl. Insgesamt gaben rund 34.000 Bankkunden ihr Votum ab. Und das Ergebnis zeigt deutlich, dass Nachhaltigkeit in der Mitte angekommen sein dürfte.

In der Kategorie "Beste Hauptbank" erzielt die GLS Bank die Bestnote mit deutlichem Abstand und wird damit von den Teilnehmern zur "Bank des Jahres 2010" gekürt. Und auch in den Einzelkategorien "Beste Sparbank" sowie "Beste Bank im Bereich Girokonto" ist die GLS Bank Umfragewinnerin.

Wermutstropfen

Trüben mag, dass von der "Basis" her via Twitter mehr und mehr kritische Töne gegenüber der GLS Bank kommen in Bezug auf ihr Engagement bei der von mehr und mehr Kritiker als Greenwashing-Plattform erachtetete Konsumentenplattform Utopia. Diese ersten kritischen Fragestellungen gegenüber der GLS Bank wurden aufgeworfen im Zusammenhang mit dem Vorwurf von Mitgliedern der Utopia Community, dass Utopia Greenwashing für BP betreibe (s.h. Bericht auf Glocalist > bit.ly/9upnxN ).

31 Milliarden Fondsvolumen in Sachen Ethik und Nachhaltigkeit

In das positive Bild passt auch der neue Marktreport in Sachen ethische Anlagen vom Sustainable Business Institute (SBI). Insgesamt sind 330 nachhaltige Publikumsfonds in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Vertrieb zugelassen. Die 330 Fonds waren zum 31.03.2010 mit rund 31 Mrd. Euro investiert. Damit hat sich das Wachstum des Angebotes von nachhaltigen Publikumsfonds im ersten Quartal weiter fortgesetzt. Ende 2009 registrierte das SBI 313 Fonds.

22,15 Mrd. Euro waren in 196 Aktienfonds investiert. Die Performance der Aktienfonds, die bereits Ende 2009 aufgelegt waren, war im vergangenen Quartal sehr unterschiedlich: Sie lag zwischen ca. plus 16 % und ca. minus 14 %. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die Aktienfonds sehr stark unterscheiden: Zu diesen Fonds gehören sowohl breit aufgestellte internationale Fonds als auch spezialisierte Fonds mit regionalem Fokus sowie Technologie- und Themenfonds.

In das Bild passt auch, dass mehr und mehr klassische institutionelle Investoren und Anleger in das Thema Nachhaltigkeit investieren (s.h. Bericht auf Glocalist > bit.ly/aYvIx7 ). Gesamt ein positiver Trend in Sachen Nachhaltigkeit in der Finanzmarktbranche.

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