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WIRTSCHAFT

EU: Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch


Brüssel (12.7.10): Glaubt man dem neuen Bericht der Europäischen Kommission, so befinden sich die Erneuerbaren Energie auf einem Vormarsch.
Nach dem Bericht „Renewable Energy Snapshots“ der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) der Europäischen Kommission entfielen 2009 ca. 62 Prozent (17 GW) der neuen Stromerzeugungskapazitäten (27,5 GW) in der EU-27 auf erneuerbare Energien.

"Die Erneuerbaren Energien haben seit ihrer Markteinführung nicht nur quantitativ eine stürmische Entwicklung erlebt, sondern auch aus technologischer Sicht Fortschritte erzielt, die noch vor zehn Jahren kaum absehbar waren", bilanziert Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur Erneuerbaren Energien anlässlich der Präsentation einer neuen Broschüre zum Thema und unterstreicht damit auch den Befund der Europäischen Kommission.

Der Kommissionsbericht stellt fest: Gegenüber dem Vorjahr 2008 entspricht das einer Steigerung um 5 Prozent. Mit einer Leistung von 10,2 GW (rd. 37 %) hatte die Windenergie dabei den größten Anteil an den neuen Kapazitäten - gefolgt von Photovoltaik (5,8 GW; 21%), Biomasse (0,58 GW; 2,1%), Wasserkraft (0,39 GW; 1,4%) und solarthermischen Kraftwerken (0,12 GW; 0,4%). Die übrigen neuen Kapazitäten entfielen auf Gaskraftwerke (6,6 GW; 24%), Kohlekraftwerke (2,4 GW; 8,7%), Öl (0,57 GW; 2,1%), Abfallverbrennung (0,44 GW; 1,6%) und Kernenergie (0,44 GW; 1,6%).

Dem Bericht zufolge entfielen mit 608 TWh etwa 20 Prozent des europäischen Stromverbrauchs auf erneuerbare Energiequellen. Mit 11,6 Prozent (70,5 TWh) machte dabei der Strom aus Wasserkraft den größten Anteil aus, vor Strom aus Wind (4,2%) und Biomasse (3,5%). Den geringsten Beitrag lieferte der Solarstrom mit 0,4 Prozent.

Auf der Grundlage von Daten aus den EU-Mitgliedstaaten, von Eurostat, Industrieverbänden und Forschungseinrichtungen geht die Forschungsstelle davon aus, dass im Jahr 2020, wenn die derzeitigen Wachstumsraten beibehalten werden, erneuerbare Energiequellen bis zu 1.400 TWh Strom erzeugen könnten. Die Realisierung dieser Zahl würde ca. 37,5 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in der EU abdecken, so JRC.

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