Die stärksten Zuwächse konnten vier Produkte auf sich vereinen. Am stärksten wuchs das Produkt Fruchtsäfte mit 30%. Kaffee mit einem Plus von 13 Prozent gegenüber 2008 (5.900 Tonnen), Zucker weist ein Plus von 14 Prozent gegenüber 2008 (1.700 Tonnen) auf und schließlich Reis mit +15 gegenüber 2008 (600 Tonnen).
Deutsche Verbraucher vertrauen beim Einkauf immer öfter auf fair gehandelte Produkte, resümiert das Forum in seiner aktuellen Marktstudie.
Erfreulich auch die durchgeführte Umfrage dazu: Das Vertrauen in den Fairen Handel findet sich in allen Bevölkerungsschichten. Während in der oberen Einkommensgruppe 48 Prozent der Befragten fair gehandelte
Produkte kaufen, sind es selbst in der untersten Gruppe noch 37 Prozent.
Dies hat seine Auswirkung in steigenden Umsatzzahlen: 2009 gaben sie insgesamt 322 Mio. Euro dafür aus - mehr als jemals zuvor. Dies entspricht einer Steigerung von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einer Verdreifachung innerhalb der letzten 5 Jahre. Aber im Gesamtblick erscheint es doch eher ausbaufähig und bescheiden, denn dies entspricht rund 5 Euro je Kopf in Deutschland.
Aber nicht nur der private Konsum zieht an, auch im Gastrobereich finden immer mehr fair gehandelte Produkte Eingang: Allein im vergangenen Jahr konnten rund 5.000 neue Restaurants, Kantinen, Bäckereien und Cafés als Vertriebsstellen für den Fairen Handel hinzugewonnen werden.
Trotz anhaltender allgemeiner Wirtschaftskrise verzeichnete der Faire Handel im vergangen Jahr zweistellige Zuwachsraten, was erstaunlich genug ist.
Grundlage für die seit Jahren positive Entwicklung ist das hohe Vertrauen, das der Faire Handel in Deutschland genießt, aber die reine Mund-zu-Mund-Kommunikation stößt hier auf deutliche Grenze. Eine weitere Skalierung dürfte nach Ansicht von Experten nur möglich sein, wenn Marketing- und Werbebudgets deutlich aufgestockt werden.
"Gerade in der aktuellen Vertrauenskrise der Wirtschaft zeigt sich, dass die Stärke des Fairen Handels in seiner hohen Glaubwürdigkeit liegt", betont Volkmar Lübke, Verbraucherexperte und Betreuer der Studie zum Fairen Handel 2010.
So ist für zwei Drittel der Käufer die „richtige Verwendung des Geldes" ein sehr wichtiger Grund, fair gehandelte Produkte zu kaufen. Noch wichtiger ist ihnen der Ausschluss von ausbeuterischer Kinderarbeit bei der Produktion . Viele Verbraucher lassen sich auch ganz einfach von der hohen Qualität fair gehandelter Lebensmittel, wie Kaffee, Wein, Fruchtsäfte oder Schokolade überzeugen, die immer wieder in unabhängigen Tests bestätigt wird. „Für den Verbraucher ist der Faire Handel somit ein Garant für hohe Produktqualität zu hohen ethischen und sozialen Standards", fasst der Marktforscher diesen Trend zusammen.
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Freitag, 10. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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