Der „EU-Anzeiger für FuE-Investitionen der Industrie 2009“ belegt erfreuliche Zahlen, denn zum zweiten Mal sind FuE-Investitionen der EU-Industrie (d. h. der Unternehmen mit Hauptsitz innerhalb der EU) mit 8,1 % deutlich höher als in den USA (5,7 %) und Japan (4,4 %). Unter den „Top 10“ befinden sich zwei EU-Unternehmen: Volkswagen belegt mit FuE-Investitionen in Höhe von 5,93 Mrd. EUR den 3. Platz und Nokia den 8. Platz. Der weltweit größte FuE-Investor war Toyota Motor mit 7,61 Mrd. EUR. Unternehmen aus jungen Industrieländern weisen dem Bericht zufolge den höchsten Zuwachs der FuE-Investitionen auf.
„Es ist eine gute Nachricht, dass EU-Unternehmen auch in Zeiten der Wirtschaftskrise ihre Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen 2008 aufrecht erhalten haben. Dies ist die beste Strategie, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Wir müssen die EU-Unternehmen dabei unterstützen und Anreize für den Ausbau forschungsintensiver Bereiche in der EU schaffen. Der Aufbau eines echten europäischen Forschungsraums ist ein Teil der Antwort, genauso wie die EU-Maßnahmen zur Förderung intelligenter Investitionen in Forschung und Entwicklung. Darüber hinaus begrüße ich den Zuwachs der FuE-Investitionen in jenen EU-Unternehmen, die im Bereich der kohlenstoffarmen Energietechnologien aktiv sind. Sie sind eine neue Quelle für Wachstum und Beschäftigung in der EU“, sagte der für Wissenschaft und Forschung zuständige EU-Kommissar Janez Potocnik.
Der von der Europäischen Kommission ver öffentlichte EU-Anzeiger für FuE-Investitionen der Industrie zeigt, dass die weltweiten Investitionen der Unternehmen in die Forschung und Entwicklung trotz Wirtschaftskrise noch immer bei 6,9 % liegen – gegenüber 9 % im Jahr 2007. Die EU-Unternehmen haben es demnach geschafft, ihren FuE-Investitionszuwachs 2008 beinahe unverändert zu halten (8,1 % gegenüber 8,8 % im Jahr 2007), während die US-Unternehmen von 8,6 % im Jahr 2007 auf 5,7 % im Jahr 2008 zurückfielen. Den höchsten FuE-Zuwachs verzeichneten weiterhin Unternehmen aus jungen Industrieländern, allen voran China mit einer Zunahme von 40 %, gefolgt von Indien (27,3 %), Taiwan (25,1 %) und Brasilien (18,6 %). Während sich die Folgen der Krise noch nicht voll in den FuE-Investitionen niedergeschlagen haben, werden sie in anderen erfassten Indikatoren umso deutlicher, beispielsweise bei den Betriebsgewinnen der Unternehmen, die in der EU um 30,5 % und in den USA um 19,1 % zurückgegangen sind.
Unternehmenstrends
Unter den ersten zehn FuE-Investoren befinden sich zwei Unternehmen aus der EU, Volkswagen und Nokia, fünf aus den USA, darunter Microsoft, General Motors und Pfizer, sowie eines aus Japan, Toyota, das auch die Spitzenposition einnimmt. Unter den größten 50 FuE-Investoren befinden sich 16 Unternehmen aus der EU, 18 aus den USA (zwei weniger als 2007) und 13 aus Japan (vier mehr als 2007). Die in diesen „Top 50“ vertretenen EU-Unternehmen hatten im Durchschnitt aber eine höhere FuE-Intensität (Anteil der FuE-Investitionen am Umsatz) als außereuropäische Unternehmen vorzuweisen, nämlich 7,8 % gegenüber 6,8 %.
Hintergrund
Der EU-Anzeiger für FuE-Investitionen der Industrie 2009 gibt Auskunft über die 1000 Unternehmen aus der EU und die 1000 Unternehmen aus aller Welt, die im letzten Berichtsjahr am meisten in Forschung und Entwicklung investiert haben. Er wird jährlich von der Europäischen Kommission veröffentlicht.
Weitere Informationen unter:
iri.jrc.ec.europa.eu/research/scoreboard_2009.htm
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Donnerstag, 9. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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