Der Index, der auf den Daten der NatCatSERVICE-Datenbank des Rückversicherers Munich Re basiert, zeige die Notwendigkeit einer Antwort des Klimagipfels, sagt Germanwatch. Und die finanziellen Risken sind enorm, gerade für die Versicherungsbranche. Führende Institute der Versicherungsbranche haben schon längst erkannt, dass sie in Prävention und vor allem in Klimaschutzmaßnahmen investieren müssen.
Der Globale Klima-Risiko-Index 2010 hat nun die Belastungen durch wetterbedingte Schäden - ausgelöst vor allem durch Stürme, Fluten, Hitzewellen - für alle Länder analysiert, die gerade in Kopenhagen verhandeln.
Sven Harmeling, Autor des Index bei Germanwatch, erläutert: "Wetterextreme stellen eine steigende Bedrohung für Menschenleben und unsere wirtschaftlichen Güter weltweit dar. Die Belastungen werden durch den Klimawandel zukünftig noch stärker. Unsere Analyse zeigt, dass vor allem ärmere Länder besonders betroffen sind."
Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch, fordert daher: "Es ist in erster Linie die Aufgabe der Industrieländer, den Rahmen für eine gute Anpassungsstrategie für die besonders verletzlichen Entwicklungsländer zu schaffen. Eines der Elemente sollte dabei auch ein Versicherungsmechanismus für diese Länder sein. Die Finanzen dafür sollten in erster Linie von denjenigen kommen, die für den Klimawandel verantwortlich sind."
Saleemul Huq aus Bangladesch, Anpassungsexperte des Institute for Environment and Development (IIED), sagt: "Der Klima-Risiko-Index von Germanwatch zeigt deutlich die verheerenden Auswirkungen extremer Wetterereignisse in armen Ländern, wie auch in meinem Herkunftsland. Es ist allerdings bemerkenswert, dass viele dieser Länder sich bereits auf den Klimawandel vorbereiten. Sie sitzen nicht nur da und warten ab. Trotzdem haben die Industrieländer die klare rechtliche und moralische Verantwortung, ihre Anpassungsgelder zu erhöhen, zusätzlich zu den bereits versprochenen Geldern der Entwicklungszusammenarbeit von 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens."
(Quelle: Germanwatch)
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Samstag, 11. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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