Anzeige
Samstag, 11. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!
WIRTSCHAFT

Je dunkler, desto mehr Tote durch Extremwetter verursacht (c) Germanwatch

 

Globaler Klima-Risiko-Index 2010


Berlin/Kopenhagen (9.12.09): Das Wetter schlägt Kapriolen und verursacht Schäden in Milliardenhöhe. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch hat den Globalen Klima-Risiko-Index 2010 veröffentlicht: Bangladesh, Myanmar, Yemen und Vietnam sind die am schwersten von Wetterextremen betroffenen Länder.
Der Index, der auf den Daten der NatCatSERVICE-Datenbank des Rückversicherers Munich Re basiert, zeige die Notwendigkeit einer Antwort des Klimagipfels, sagt Germanwatch. Und die finanziellen Risken sind enorm, gerade für die Versicherungsbranche. Führende Institute der Versicherungsbranche haben schon längst erkannt, dass sie in Prävention und vor allem in Klimaschutzmaßnahmen investieren müssen.

Der Globale Klima-Risiko-Index 2010 hat nun die Belastungen durch wetterbedingte Schäden - ausgelöst vor allem durch Stürme, Fluten, Hitzewellen - für alle Länder analysiert, die gerade in Kopenhagen verhandeln.

Sven Harmeling, Autor des Index bei Germanwatch, erläutert: "Wetterextreme stellen eine steigende Bedrohung für Menschenleben und unsere wirtschaftlichen Güter weltweit dar. Die Belastungen werden durch den Klimawandel zukünftig noch stärker. Unsere Analyse zeigt, dass vor allem ärmere Länder besonders betroffen sind."

Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch, fordert daher: "Es ist in erster Linie die Aufgabe der Industrieländer, den Rahmen für eine gute Anpassungsstrategie für die besonders verletzlichen Entwicklungsländer zu schaffen. Eines der Elemente sollte dabei auch ein Versicherungsmechanismus für diese Länder sein. Die Finanzen dafür sollten in erster Linie von denjenigen kommen, die für den Klimawandel verantwortlich sind."

Saleemul Huq aus Bangladesch, Anpassungsexperte des Institute for Environment and Development (IIED), sagt: "Der Klima-Risiko-Index von Germanwatch zeigt deutlich die verheerenden Auswirkungen extremer Wetterereignisse in armen Ländern, wie auch in meinem Herkunftsland. Es ist allerdings bemerkenswert, dass viele dieser Länder sich bereits auf den Klimawandel vorbereiten. Sie sitzen nicht nur da und warten ab. Trotzdem haben die Industrieländer die klare rechtliche und moralische Verantwortung, ihre Anpassungsgelder zu erhöhen, zusätzlich zu den bereits versprochenen Geldern der Entwicklungszusammenarbeit von 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens."

(Quelle: Germanwatch)

<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Solarwärme-Markt im Aufwind
>Greenpeace-Cool IT-Ranking
>Aktienindex Erneuerbare behauptet sich
>Erneuerbare senkt Brennstoffimporte
>Entwicklung Fonds der Nachhaltigkeit 2011
>Umweltwirtschaftsbericht: Deutschland wächst nachhaltiger
>Steht nachhaltiger Tourismus vor Boom?
>Ratingagenturprojekt Roland Berger: Im Interesse der Banken
>Q Cells in heftigen Turbulenzen
>Akzeptanz E-Flotten in Wirtschaft steigt
>Ranking der Öko-Landwirtschaften
>Tetra-Pak verliert Prozess gegen die DUH
>Neu im Photon-Aktien Index PPVX
>Mikrokredite und GLS
>Solarstrom-Ausbau und Strompreis
>RENIXX World mit Gewinnsprung
>DIW-Prognose: Deutsche Wirtschaft wächst
>Grüne Finanzwelt
>Banken der Nachhaltigkeit für gemeinnützige Ratingagentur
>Internationales UN-Jahr der Genossenschaften 2012
>Sonnenstromproduktion: +60 %
>Prognose: Deutsche Wirtschaft wird 2012 schrumpfen
>NABU und VW gründen Fonds für Moore
>Institutionelle Anlegen setzen auf Nachhaltigkeit
>Neu im Wirtschaftsrat der Deutschen Umweltstiftung
>Wettbewerb Umweltpreis Baden-Württemberg für Unternehmen
>Die beste CCS-Technologie eben entdeckt: Ohne Risiko!
>Standard & Poor´s stuft Genossenschaftsbanken herauf
>Studie zur Nachhaltigkeit der Banken
>E.ON: 7 Milliarden Invest in erneuerbare Energie
>Immomanagement und Nachhaltigkeit: 40 Milliarden Euro
>Empfehlung an Finanzwirtschaft: Biodiversität
>GLS Bank führt Dividende ein
>Alternative zu Ratingagenturen: ENRA
>Erneuerbarer Aktienindex erholt sich
>PPVX: Marktkapitalisierung 17,4 Milliarden Euro
>Löhne verlieren
>Deutschland schrumpft
>Nachhaltige Geldanlagen: Rund 95 Milliarden Euro schwer
>Klima-Risiko-Index
>Kobalt im Kongo
>Erneuerbarer Aktienindex auf Tiefststand
>vzbv fordert Finanztransaktionssteuer
>KfW Prognose für Wirtschaft düster
>EthikBank investiert nur mehr in nicht-korrupte Staaten
>Auch C&A will auf gefährliche Chemie verzichten
>Altersvorsorge Kirche&Öffentlichkeit: Wenig Nachhaltigkeit
>PUMA legt ökologische Gewinn- und Verlustrechnung vor
>Nachhaltigkeits-Börsenindex besser als DAX
>Wasser: Ein unterschätztes Risiko für Unternehmen
Anzeige


Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"