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WIRTSCHAFT

Hamburg macht zu wenig für Nachhaltigkeit


Hamburg (7.1.10): Der Zukunftsrat Hamburg schlägt Alarm. Hamburg mache zu wenig für Nachhaltigkeit. Hamburg braucht neue Impulse für eine nachhaltige Entwicklung, fordert der Zukunftsrat Hamburg.
Der Zukunftsrat Hamburg ist ein Netzwerk von über 100 Vereinen, Initiativen, Kammern, Instituten und Unternehmen. Ihr gemeinsames Ziel: eine global zukunftsfähige und generationengerechte Entwicklung.

Von Flächenverbrauch und Sozialleistungsempfängern über Klimaschutz und fairem Handel zu Staatsverschuldung und Schulabbrechern: Mit der neuen Ausgabe von HEINZ (Hamburger Entwicklungs-Indikatoren Zukunftsfähigkeit) zieht der Zukunftsrat Hamburg eine ernüchternde Bilanz der bisherigen Bemühungen der Stadt um eine nachhaltige Entwicklung: wenig Licht, viel Schatten in den drei Bereichen Stadtentwicklung, regionale und globale Verantwortung sowie Erhaltung der Potenziale für eine nachhaltige Entwicklung.

Als zukunftsfähig und nachhaltig – und deswegen mit einer grünen Ampel - bewertet der Zukunftsrat die Gesundheitsentwicklung, den Wasserverbrauch, die Kriminaliätsentwicklung und den Trend zu verstärktem Konsum fair gehandelter Waren (am Beispiel Kaffee). Besondere Sorgen bereiten dagegen Entwicklungen, die 2008 sogar in die falsche Richtung gingen: der vergrößerte Abstand zwischen den reichen und den armen Stadtteilen Hamburgs, die deutlich gestiegene Inflationsrate, die zunehmende Alterung der Hamburger Bevölkerung und die Wahlbeteiligung der Jungwähler/-innen.

Einige Indikatoren haben sich 2008 zwar ein wenig verbessert; das Niveau des Erreichten bleibt jedoch hinter den Zielwerten für eine wirklich nachhaltige Entwicklung weit zurück. Dies gilt für die Anzahl der Sozialleistungsempfänger/-innen, für die Gleichstellung von Männern und Frauen beim Arbeitsentgelt, für die Arbeitslosenquote, für die Anzahl der Unternehmen mit Umweltprogrammen und für die Schulabbrecherquote im Allgemeinen und die der ausländischen Jugendlichen im Besonderen.

Die weitere Flächenversiegelung hat sich 2007 und 2008 deutlich verlangsamt; der starke Bedarf an günstigem Wohnraum muss nun durch Umnutzung bereits erschlossener, aber nicht adäquat genutzter Flächen erfolgen. Hoffnung weckt auch die Entwicklung des Klimaschutzes: Die CO2 Emissionen sind zwischen 2003 und 2006 deutlich zurückgegangen, außer beim Verkehr, und könnten insgesamt die Zielwerte für 2020 erreichen.

Download Ampel Nachhaltigkeit und Hamburg > www.zukunftsrat.de/download/heinz09_ampel.pdf


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