Viele Mieter denken, dass die Höhe ihrer Heizkosten vor allem vom eigenen Heizverhalten abhängt. Wie eine co2online-Untersuchung auf zeigt, sind neben dem Sanierungszustand des Gebäudes bislang wenig beachtete Faktoren für einen großen Teil der Heizkosten verantwortlich:
Von den rund 760 Euro, die deutsche Mieter im Schnitt pro Jahr für das Heizen ausgeben, können sie 160 Euro sparen. Jedes Jahr zahlen deutsche Mieter derzeit gut 2,4 Milliarden Euro zu viel, ohne dass davon ein einziges Wohnzimmer wärmer würde.
Vor allem beim Brennstoffkauf große Sparpotenziale gibt: Jährlich 120 Euro zahlen Mieter dafür durchschnittlich zu viel. Weitere 40 Euro können bei den Heiznebenkosten gespart werden, die sich aus Messdienstleister-, Wartungs- und Betriebsstromkosten zusammensetzen.
Wirtschaftlichkeitsgebot hilft Mietern
Ebenso uninformiert seien die Mieter, die meist nicht wüssten, dass sie
Opfer von Überzahlungen sind. Wie hoch die eigenen Überzahlungen in Euro und Cent sind, können Mieter mit Hilfe des kostenlosen und vom
Bundesumweltministerium geförderten Heizgutachtens feststellen (via Web > www.heizspiegel.de ).
Mit den Ergebnissen des Gutachtens können sich Mieter an ihren Vermieter wenden und ihn auffordern, die Kosten zu reduzieren – so, wie es das Wirtschaftlichkeitsgebot im Bürgerlichen Gesetzbuch vorsieht. „Das Gebot untersagt Vermietern, unverhältnismäßig hohe Kosten an ihre Mieter weiterzugeben“, sagt Dietmar Wall, Rechtsexperte beim Deutschen Mieterbund.
Eine Kostenreduzierung ist für Vermieter möglich, indem sie beispielsweise Brennstoffe wie Gas – hier ergeben sich durch die Marktliberalisierung besonders große Sparpotenziale – oder Öl günstiger einkaufen. Darüber hinaus können sie den Messdienstleister oder die Wartungsfirma wechseln und durch einen Pumpenwechsel im Heizungskeller nicht nur den Betriebsstromverbrauch verringern, sondern gleichzeitig auch die Umwelt schützen.
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Sonntag, 12. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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