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WIRTSCHAFT

Intelligentes Stromnetz für Erneuerbare Energie


Berlin (30.11.09): Greenpeace Deutschland hat schon der Tage, wie auf Glocalist vorgestellt, ein intelligentes Stromnetz ("smart grid") als Voraussetzung für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energie in die Diskussion gebracht. Staatssekretär Jürgen Becker sieht dies ebenso und nimmt rund 100 Millionen Euro dafür in die Hand. Der BDI sieht ebenfalls zentrale Rolle für "smart grids" für Klimaschutz.
Für die umfassende Modernisierung des deutschen Energiesystems hat sich der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Jürgen Becker, ausgesprochen und führt beim Jahreskongress des Förderprogramms "E-Energy" in Berlin aus: "Unser Energiesystem wird sich in den nächsten Jahren erheblich verändern. Zum einen haben wir einen immer größeren Anteil erneuerbarer Energien. Zum anderen muss das bestehende Stromsystem aufgrund der Altersstruktur der Netze und Kraftwerke umfassend modernisiert werden. Daraus ergibt sich eine gute Gelegenheit, ein flexibles und effizientes Energiesystem mit hohem Anteil erneuerbarer Energien zu schaffen".

Hebel soll das Förderprogramm "E-Energy - IKT-basiertes Energiesystem der Zukunft" sein. Hier kooperieren Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und Bundesumweltministerium (BMU) ressortübergreifend: Ziel ist die Optimierung der Energieversorgung durch den Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT).

Dafür soll in sechs Modellregionen mit einem Fördervolumen von insgesamt 60 Mio. Euro entsprechende Konzepte und Technologien entwickelt und umgesetzt werden. Das BMU hat darüber hinaus die Integration der erneuerbaren Energien als einen Forschungsschwerpunkt definiert. In den Jahren 2008 und 2009 wurden dazu neue Projekte mit einem Fördervolumen von insgesamt 40 Mio. Euro bewilligt. Damit sollen die Voraussetzungen für einen kontinuierlich steigenden Anteil erneuerbarer Energien geschaffen werden.

Der wesentliche Unterschied zum Greenpeace Konzept liegt darin, dass Greenpeace eine unabhängige Netz AG fordert, da man Blockaden der großen Energiekonzerne befürchtet.

Der BDI sieht ebenfalls die Schlüsselrolle von IT für den Klimaschutz im Zusammenhang mit intelligenten Stromnetzen: „Informations- und Kommunikations-technologien (IKT) können eine Schlüsselrolle im Klimaschutz spielen. Mit IKT können bis zum Jahr 2020 weltweit 15 Prozent aller CO2-Emissionen und 600 Milliarden Euro Energiekosten eingespart werden.“, so der Vorsitzende des BDI-Ausschusses Multimedia- und Telekommunikationspolitik, Alf Henryk Wulf.

Zum Beispiel sind intelligente Stromnetze entscheidend für einen ökologischen Energiemix, verlustarme Stromübertragung und eine effiziente Stromnutzung durch Endverbraucher. Auch für die Ausbreitung der Elektromobilität sind die sogenannten 'Smart Grids' unverzichtbar, führt der BDI weiter aus.

Verwandte Artikel zum Thema auf Glocalist > www.glocalist.com/news/kategorie/wirtschaft/titel/greenpeace-fuer-unabhaengiges-stromnetz/

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