Greenpeace Energy - für die Energiewende geben wir alles - außer klein bei



Anzeige
Dienstag, 22. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
WIRTSCHAFT

Social Business soll Gesundheit der Menschen in Bangladesch fördern – Dr. Jürgen Hambrecht, Vorsitzender des Vorstands der BASF SE, und Dr. Muhammad Yunus, Friedensnobelpreisträger und Geschäftsführer der Grameen Bank

 

Social Business: Joint Venture BASF Grameen Ltd. gegründet


Ludwigshafen (5.3.09): Die BASF SE und Grameen Healthcare Trust haben eine Vereinbarung für ein gemeinsames Social Business bekannt gegeben. Neben der Versorgung mit Portionsbeutel mit Vitaminen und Spurenelementen und beschichtete Moskitonetze steht auch der Aufbau von Geschäftsmöglichkeiten für Menschen aus armen Bevölkerungsschichten in Bangladesch im Mittelpunkt.
Dr. Jürgen Hambrecht, Vorsitzender des Vorstands der BASF SE, und Dr. Muhammad Yunus, Friedensnobelpreisträger und Geschäftsführer der Grameen Bank, unterzeichneten in Ludwigshafen den Vertrag zur Gründung eines Joint Ventures mit dem Namen BASF Grameen Ltd.

„Unser gemeinsames Social Business soll Menschen die Möglichkeit eröffnen, am Geschäftsleben aktiv und erfolgreich teilzunehmen“, sagt Hambrecht. „Je mehr Menschen das tun – sei es als Geschäftspartner, Kunden oder als Mitarbeiter – desto besser für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung eines Landes und seiner Menschen. In die unternehmerische Fähigkeit von Menschen zu investieren, liegt daher auch in der Verantwortung von Unternehmen.“


Social Business ist ein für die BASF neues Geschäftsmodell. Es soll einem sozialen Zweck dienen, seine eigenen Kosten decken und auch die Anfangsinvestition der Partner wieder erwirtschaften. Darüber hinaus anfallende Gewinne werden vollständig in das Unternehmen reinvestiert. „BASF Grameen Ltd. ist keine Spendeninitiative, sondern vereint wirtschaftlich Sinnvolles mit gesellschaftlich Notwendigem“, betont Yunus.

Laut Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO litten im Jahr 2008 schätzungsweise 2,9 Millionen Menschen in Bangladesch an Malaria. 72 % der Bevölkerung sind von der Krankheit bedroht. Der Grad der Mangelernährung bei Kindern und Müttern ist einer der höchsten weltweit, so der UNICEF-Kinderbericht 2008. Rund 8 Millionen Kinder im Alter von bis zu 5 Jahren sind mangelernährt. „Diesen Menschen können wir auf Dauer nicht mit Spendenprogrammen helfen, sondern besser mit einem Geschäftsmodell, das nutzbringende Produkte und Dienstleistungen zu erschwinglichen Preisen anbietet“, so Yunus weiter.

Mikrokredite gegen Malaria und Mangelernährung

Aufgrund des großen Bedarfs an Nahrungsergänzungsmitteln und Moskitonetzen haben BASF und Grameen entschieden, ihr Joint Venture mit diesen beiden Produkten in Bangladesch anzusiedeln. Es wird seine Arbeit zunächst in den Räumen des BASF-Standorts in der Hauptstadt Dhaka aufnehmen. Neben der Investition in Höhe von 200.000 € stellt BASF dem Joint Venture die Mittel für eine Million Portionsbeutel mit Vitaminen und Spurenelementen sowie 100.000 Moskitonetze zur Verfügung. Grameen bringt unter anderem das Wissen über den Markt sowie Vertriebsstrukturen und Netzwerke in Bangladesch ein.

In der ersten Phase konzentriert sich das Geschäft mit dem Nahrungsergänzungsmittel auf Großverbraucher wie Schulen sowie etablierte Vertriebswege wie Apotheken. So soll der Nutzen der Portionsbeutel für die tägliche Ernährung und damit für die Gesundheit erlernt werden. Mittelfristig erfolgt der Vertrieb auch über etablierte Netzwerke von Grameen direkt an die Endverbraucher. Die beschichteten Moskitonetze werden im städtischen Umfeld über Geschäfte für Lebensmittel und Kleidung sowie über Apotheken vertrieben. In ländlichen Gegenden verkaufen Agro-Distributoren in Verbindung mit dem Grameen-Netzwerk den Malariaschutz und informieren die Käufer über den richtigen Gebrauch. Grameen plant, Menschen beim Aufbau eines eigenen Vertriebs oder der Finanzierung von Moskitonetzen mit Mikrokrediten zu unterstützen.

„Social Business ist eine exzellente Möglichkeit, um mit Werten Wert zu schaffen, und die BASF ergreift diese Chance”, so Hambrecht. „Unser Joint Venture mit seinem marktbasierten Ansatz wird langfristig dabei helfen, den sozialen Herausforderungen in Bangladesch zu begegnen. Zudem kann die BASF damit die Erschließung neuer Märkte und Kundengruppen erproben.“ Unter den DAX-30-Firmen und in der Chemiebranche weltweit ist die BASF das erste Unternehmen, das ein Social Business mit Grameen aufnimmt.

Weitere Artikel zum Thema:

Glocalist Daily News – Gipfeltreffen des Social Business in Berlin mit Yunus
www.glocalist.com/news/kategorie/wirtschaft/titel/gipfeltreffen-des-social-business-in-berlin-mit-yunus/

<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>RWE unterfertigt Deutschen Nachhaltigkeitskodex
>Studie: Nachhaltige Fonds eine tektonische Verschiebung
>USA: Anti-Dumping Zölle gegen China Solarzellen
>Größter Solar-Parabolspiegel steht in Kalifornien
>Wir verbrauchen zuviel Erde
>B4E Global Summit: Green Economy jetzt!
>Eurosif-Report zu Medien und Nachhaltigkeit
>Umfrage: Wird "sozial" das neue "bio"?
>Gewinnverlagerungen von Konzernen
>Energieproduktion: Vergleich der Kosten
>Solarbranche bricht ein: - 50%
>Neuer Windpark in Rheinland-Pfalz
>Entwicklung nachhaltige Fonds
>Nachhaltigkeit:Luxusgüterindustrie noch zu wenig transparent
>Umfrage:Institutionelle Anleger verhalten für Nachhaltigkeit
>Sonne auf Hawaii
>Umfrage: Energiekosten belasten Unternehmen, aber...
>Berliner Bürger wollen sich ihr Stromnetz kaufen
>Windkraft wird sich in 5 Jahren verdoppeln
>Fairtrade: + 18%
>Investklima für Erneuerbare Energie trübe
>Erneuerbarer Aktienindex: geht so
>Cloud Computing: Die Wolke, die Energie frisst
>Nachhaltige Geldanlagen behaupten sich: +1%
>S.A.G. Solarstrom AG: +31%
>Conergy zeigt sich für 2012 zuversichtlich
>Rezessionsgefahr kaum mehr gegeben
>DeKa Bank steigt aus Nahrungsmittelspekulation aus
>Rainforest Alliance: + 205%
>Erneuerbarer Aktienindex im Fall
>Solarstromproduktion: + 40%
>Deutsche Bahn - der alternative "Geschäftsbericht"
>"Sparpakete" in Europa treffen deutsche Wirtschaft
>Studie: Erneuerbare Energie schafft Arbeitsplätze
>PNE WIND AG mit ausgeglichenem Ergebnis
>E.ON baut erneuerbare Energie in Polen
>Chinasolaraktien drücken Index
>UBA: Wir brauchen eine grüne Wirtschaft
>Internationales Treffen der nachhaltigen Banken
>Windenergiemarkt 2011 gewachsen: +30%
>Skandal: Grünes Geld schon wieder besser als Gierökonomie
>Zugang zum Naturaktienindex (NAI)
>Studie: Nachhaltige Banken besser als konventionelle
>Solon wird von Microsol übernommen
>Droht Insolvenzwelle in Solarbranche
>Solarbranche befürchtet Markteinbruch um 75%
>EthikBank: Zweistelliges Wachstum
>Triodos Bank mit Rekordergebnis für 2011
>Solarkürzungen drücken Aktienindex Erneuerbare Energien
>Solarausstiegsgesetz
Anzeige
comdirect

Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"