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WIRTSCHAFT

Lärmschutzwände mit Solarstromanlagen: Doppelter Nutzen


Mainz (27.7.10): Mehr als 3.300 Kilometer Lärmschutzwälle und -wände hat der Bund bisher an seinen Autobahnen und Bundesstraßen gebaut. Die Fläche an Lärmschutzwänden beläuft sich heute auf rund 8 Millionen Quadratmeter. Damit kann man erneuerbare Energie erzeugen.
Die Idee, Photovoltaik auf Schallschutzanlagen zu bauen, wurde 1989 von dem unabhängigen PV Fach-Ingenieurbüro TNC Consulting AG lanciert. Das Konzept der Doppelnutzung ermöglicht die Realisierung von Photovoltaik-Anlagen ohne zusätzlichen Flächenverbrauch.

"Diese Flächen sollen für den Einsatz von Photovoltaik (PV) genutzt werden; Versuche an deutschen Autobahnen und im Ausland zeigen ermutigende Ergebnisse. Durch die Kombination von Lärmschutz mit Photovoltaik lässt sich sozusagen ein doppelter Nutzen für die Umwelt erzielen. Deshalb wirbt der Bund darum, von dieser Option verstärkt Gebrauch zu machen. Mit den Ländern, die für ihn die Bundesfernstraßen verwalten, soll ein Leitfaden erarbeitet werden, um die Planung und Realisierung solcher Projekte zu beschleunigen", erklärte der Staatssekretär im Verkehrsministerium Rainer Bomba.

Dies vor dem Hintergrund, dass sich auch aktuell die Preise für PV-Anlagen halbieren.

"Wir dürfen das ökonomische und ökologische Potenzial der Doppelnutzung von Lärmschutz und Photovoltaik nicht ungenutzt lassen", sagt Dr. Martin Heming, CEO der SCHOTT Solar AG, nach dem Gespräch mit Rainer Bomba. Er führt weiterhin aus: "SCHOTT Solar ist in diesem Feld bereits seit 1995 aktiv und hat schon viele Projekte realisiert. Wir freuen uns, dass das Verkehrministerium das Thema aufgegriffen hat und sind gerne bereit, gemeinsam die Entwicklung voranzutreiben."

Ein Anwendungsbeispiel, an dem das Mainzer Solarunternehmen beteiligt war, ist ein Testfeld für Lärmschutz bei Inning am Ammersee auf der A 96 zwischen München und Lindau. Dort wurden 1997 drei 10 kW Photovoltaik-Pilotanlagen errichtet, die bis heute in Betrieb sind.

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