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WIRTSCHAFT

 

Neue Wirtschaftsschule der Nachhaltigkeit


Berlin (6.10.09): Am 08. und 09. Oktober 2009 treffen sich erstmalig die Gründungsmitglieder des Netzwerk Nachhaltige Ökonomie in der HWR- Berlin zu einem internationalen Workshop. Es geht um eine Zäsur im ökonomischen Denken, was Ausdruck in der Gründung einer neuen Wirtschaftsschule finden soll.
Auf der zweitätigen Veranstaltung, die durch das Bundesumweltministerium gefördert wird, kommen Wissenschaftler, Vertreter von NGOs und Politiker zusammen. Ziel dieses Treffens ist die Kernaussagen der Nachhaltigen Ökonomie zu schärfen, und diese neue ökonomische Schule von der traditionellen Ökonomie abzugrenzen. Ihre Erkenntnisse sollen die veralteten ökonomischen Theorien ersetzen, Wirtschaft und Politik sollen so zukunftsfähig gemacht werden.

Im Zentrum der Nachhaltige Ökonomie steht die Frage, wie sich hohe ökonomische, ökologische und sozio-kulturelle Standards in den Grenzen der natürlichen Tragfähigkeit erreichen lassen, um das intra- und intergenerative Gerechtigkeitsprinzip weltweit durchzusetzen.


"In den vergangenen fast 250 Jahren stand die maximale Steigerung der Gewinne und Güterproduktion im Mittelpunkt der Ökonomie, was mit einem stetigen Wachstum des Ressourcenverbrauchs verbunden war. Angesichts der globalen Gefahren wird sich diese Kurzfristökonomie in Richtung einer Langfristökonomie wandeln müssen, die die Grenzen der natürlichen Tragfähigkeit und die Gerechtigkeitsprinzipien respektieren lernt. Hierbei kann die Mehrzahl der traditionellen Ökonomen (inkl. der Umweltökonomen) aufgrund ihrer Dogmen keinen ausreichenden Beitrag für die Entwicklung zu einer Nachhaltigen Ökonomie leisten.", so Holger Rogall, Professor für Nachhaltige Ökonomie an der HS Berlin für Recht und Wirtschaft und Koordinator des Netzwerks, grundsätzlich.

Die Teilnehmer des Workshops eint die Erkenntnis, dass die globalen Probleme des 21. Jahrhunderts nicht von der traditionellen, wirtschaftsliberalen Ökonomie erklärt und gelöst werden können. Sie setzt sich immer noch nicht mit der natürlichen Tragfähigkeit der Natur auseinander. Netzwerkmitglied Ernst Ulrich von Weizsäcker formuliert die Alternative vor der die Menschheit steht wie folgt: „Das 21. Jahrhundert hält große Herausforderungen bereit. Wir stehen vor der Weggabelung zum „Jahrhundert der Nachhaltigkeit“ oder zum Jahrhundert der „Klima- und Ressourcenkriege“ zu werden“.

Im Vorfeld des Workshops haben sich bereits mehr als 80 renommierte Hochschullehrer, Dozenten, Wissenschaftler aus Institutionen und Verwaltung sowie einzelne Politiker in dem neugeründeten Netzwerk für Nachhaltige Ökonomie zusammengeschlossen. Die Netzwerkteilnehmer haben sich auf zehn Kernaussagen verständigt die auf dem Workshop präzisiert werden sollen.

Weiterführende Informationen, über die schon bestehenden Kernaussagen und Netzwerkmitglieder, finden man auf der Website des Netzwerk >> www.nachhaltige-oekonomie.de


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