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WIRTSCHAFT

 

Neuer Fonds für Nachhaltigkeit: FairWorldFonds


Berlin/Stuttgart/Bochum (18.3.10): Die evangelische KD-Bank für Kirche und Diakonie und die GLS Bank haben einen Fonds auf den Markt gebracht, der - neben ökonomischen und klassischen nachhaltigen Aspekten - erstmals auch entwicklungspolitische Kriterien berücksichtigt. Brot für die Welt und Südwind-Institut unterlegen dies mit einem neuen Kriterienkatalog für Nachhaltigkeit.
Dr. Ekkehard Thiesler, Vorstandsvorsitzender der KD-Bank, und Thomas Jorberg, Vorstandssprecher GLS Bank, resümieren anlässlich der Vorstellung des FairWorldFonds in Berlin: "Die Idee des Fairen Handels auf die Kapitalmärkte zu übertragen, trifft den Nerv der Zeit. Die Kunden beider Finanzinstitute haben mit ihrer Nachfrage die Absatzerwartungen während der Zeichnungsphase des FairWorldFonds bereits übertroffen." Das Leitmotiv des FairWorldFonds lautet "In Gerechtigkeit investieren" und es dürfte funktionieren.

Auf Nachfrage der Glocalist Medien erfährt man, dass der Fonds mit Start rund 32 Millionen Euro und am 16.3. sich bereits über 33,6 Millionen Euro gezeichnetes Volumen freuen darf. Also, eine klare Entwicklungskurve nach oben in nur wenigen Tagen.

Das evangelische Hilfswerk „Brot für die Welt“ hat dazu gemeinsam mit dem SÜDWIND-Institut einen umfassenden Kriterienkatalog entwickelt, der Finanzanlagen neben einer ökologischen und sozialen insbesondere aus entwicklungspolitischer Sicht bewertet.

"Aufgrund ihres spezifischen Investment-Know hows haben die Banken die Kriterien von „Brot für die Welt“ in ein professionelles Anlagekonzept umsetzen können. Die Lenkungsfunktion kirchlicher Gelder kann sich nun auch in entwicklungspolitischer Sicht entfalten." erläutert Thiesler die strategische Bedeutung. Auf Wunsch können Anleger die Erträge des Fonds spenden, „Brot für die Welt“ auch gespendet werden.

Bei den Kriterien setzt der Fonds auch auf das bekannte Prinzip der Ausschlusskriterien, die da sind: Zu den Ausschlusskriterien zählen beispielsweise Pornografie, Kinderarbeit, systematische Korruption sowie die Erzeugung und der Vertrieb von gentechnisch verändertem Saatgut. Strenge Negativkriterien gewährleisten, dass beispielsweise Staaten, die systematische Menschenrechtsverletzungen zu verantworten haben, ebenso von dem Anlageuniversum ausgeschlossen sind wie Unternehmen, die Rüstungsgüter herstellen oder systematisch gegen die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO verstoßen. Hinzu kommen Verhaltensregeln für den Kapitalmarkt: ausgeschlossen sind Devisenspekulationen, der Einsatz von Derivaten zu Spekulationszwecken sowie Unternehmen, die ihren Sitz aus steuerlichen Gründen in eine Steueroase oder ein Schattenfinanzzentrum verlegt haben.

Zahlen & Fakten

Der FairWorldFonds investiert unter vorgenannten Kriterien ca. 70 Prozent des Fondsvolumens in Staats- und Unternehmensanleihen sowie Pfandbriefe, ca. 20 Prozent in Aktien und bis zu 10 Prozent in Mikrofinanzfonds. Dabei kann das Fondsmanagement je nach Marktsituation eine der Anlageklassen übergewichten. Um das Devisenkursrisiko zu reduzieren, wird das Fremdwährungsrisiko bis zu ca. 70 Prozent abgesichert. Das Fondsmanagement übernimmt die genossenschaftliche Fondsgesellschaft Union Investment, die mit rund 160 Mrd. Euro verwaltetem Kundenvermögen zu den größten Fondsanbietern in Deutschland zählt und bereits 2,5 Milliarden Euro nachhaltig managt.

Web > www.fairworldfonds.de


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