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WIRTSCHAFT

(c) Renault

 

Renault will 2012 Elektroautos anbieten


Paris (9.11.09): Renault will ab 2012 seine ersten Elektroautos der Mittelklasse auf den Markt bringen. Produziert wird im Werk Flins bei Paris. Dies ist im größerem Rahmen zu sehen, denn Frankreich startet eine Aufholjagd in Sachen erneuerbare Energie. Frankreich investiert 440 Milliarden Euro.
Renault wird ab 2012 sein erstes Elektroauto in der Kompaktklasse im traditionsreichen Werk Flins bei Paris produzieren. Die im September 2009 auf der Internationen Automobil Ausstellung in Frankreich (IAA) vorgestellte Studie Zoe Z.E. Concept ermöglicht einen ersten Eindruck davon, wie das neue Modell aussehen könnte.

In Flins wird auch eine Fertigungslinie für die Batterien und ihr Recycling entstehen. Renault rechnet damit, dass zwei Drittel der Verkäufe von Elektroautos auf das neue Kompaktmodell entfallen werden.

"Null-Emissionen"-Strategie

Die neuen Elektroautos werden im Technocentre in Guyancourt entwickelt. Zudem hat Renault mit Nissan, der CEA (Commissariat à l'Energie Atomique) und der F.S.I. (Fonds Stratégique
d'Investissement) eine Absichtserklärung unterzeichnet: Ziel ist ein französisches Joint-Venture zur Entwicklung, Produktion und Wiederaufbereitung von Batterien für Elektrofahrzeuge. Noch vor der Einführung des neuen kompakten Volumenmodells werden die ersten Renault Elektroautos, unter anderem die Limousine Fluence Z.E., 2011 in den Markt starten.

Aufholjagd

Frankreich ist sehr aktiv dabei, seinen Rückstand bei erneuerbaren Energien, insbesondere bei der Photovoltaik, endlich aufholen zu wollen. Mit höchst attraktiven Einspeistarifen für Solarstrom aus netzgekoppelten Photovoltaikanlagen und mit dem schon 2008 verabschiedeten Umweltprogramm "Grenelle de l'environnement" hat die französische Regierung den Weg für eine rasante Entwicklung des Marktes geebnet.

In Frankreich richtet sich die Höhe der Einspeisevergütung nicht nach
der Anlagengröße, sondern nach dem jeweiligen Standort und der
Gebäudeintegration. Für nicht gebäudeintegrierte Anlagen auf dem
französischen Festland liegt die Einspeisevergütung schon bei 32,82 Cent /kWh. In Gegenden mit geringer Sonnenauslastung ist aktuell ein weiterer Tarif geplant, der bei 39,4 Cent / kWh liegen soll, so kürzlich Frankreichs Energieminister Borloo. Strom aus gebäudeintegrierten Solarstromanlagen in Frankreich sowie auf Korsika und in den Überseedepartments wird sogar mit 60,17 Cent pro Kilowattstunde vergütet.

Das 2008 verabschiedete Umweltprogramm oder "Grenelle de l'environnement" sieht für den Zeitraum von 2009 bis 2020 Investitionen in Höhe von 440 Mrd. Euro vor. Der größte Posten entfällt mit 192 Mrd. Euro auf die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden, an zweiter Stelle folgt die Entwicklung der erneuerbaren Energien mit Investitionen von 115 Mrd. Euro. Ziel des Umweltgesetzes ist ein Solarenergievolumen von 1.100 MW bis 2012 mit einer Steigerung auf 5.400 MW bis 2020. Ausschlaggebend für die zukünftige Dynamik dürften vor allem die ab 2012 greifenden neuen Bauauflagen in Bezug auf einen niedrigen Energieverbrauch von Gebäuden sein.

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