Laut einer Studie von Netwerk Vlaanderen unterhält die Deutsche Bank Geschäftsbeziehungen zu führenden Anbietern und Herstellern von Streumunition wie z.B. Alliant Techsystems, L3-Communications, Lockheed Martin, Textron, Singapore Technologies Engineering und Raytheon.
Weitere Recherchen von Landmine.de und urgewald haben ergeben, dass einige Investmentfonds der Deutschen Bank Tochter DWS an Streumunitionsproduzenten beteiligt seien. "Wer DWS-Fonds erwirbt, muss damit rechnen, an Herstellern von Streumunition beteiligt zu sein", warnt Thomas Küchenmeister von Aktionsbündnis Landmine.de.
Das völkerrechtliche Verbot von Streumunition tritt am 1.8.2010 in Kraft. In Deutschland ist jeglicher Umgang mit Streumunition per Gesetz seit Juni 2009 verboten. „Paragraf 18a des Kriegswaffenkontrollgesetzes verbietet die Förderung der Produktion von Streumunition und dazu gehört eindeutig auch jede Art der finanziellen Unterstützung bzw. Beteiligung an der Produktion“, betont Küchenmeister.
Die Fraktion B’90 / Die Grünen im Bundestag prüft derzeit eine Strafanzeige gegen deutsche Konzerne und Banken, die in Streumunitionshersteller investieren. Länder wie z.B. Belgien, Luxemburg und Irland haben solche Investitionen längst verboten.
"Die Deutsche Bank führt ihre Kunden in die Irre mit ihren vollmundigen Erklärungen, nicht in Transaktionen mit kontroversen Waffen verstrickt sein zu wollen", kommentiert Barbara Happe von urgewald.
Die Nichtregierungsorganisationen fordern die Deutsche Bank und die Regierung daher eindringlich auf, das durch die Konvention zum Verbot von Streumunition und das Kriegswaffenkontrollgesetz festgeschriebene direkte Investitionsverbot in Streumunitionshersteller umfassend umzusetzen und darüber hinaus auch explizit gesetzlich auf ein Verbot in Bezug auf jegliche Kredite, Anleihen und andere finanzielle Dienstleistungen auszudehnen.
Auf die heutige Anfrage der Glocalist Medien schreibt die Deutsche Bank zu den Vorwürfen: "Die Deutsche Bank tätigt keine Geschäfte in direktem Zusammenhang mit bestimmten Waffenarten wie Personen-Landminen, Streubomben oder ABC-Waffen. Im übrigen haben Sie bitte Verständnis dafür, dass wir uns zu einzelnen Kundenbeziehungen nicht äußern können."
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Samstag, 11. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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