Die Siemens AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 mit Produkten und Lösungen ihres Umweltportfolios über 23 Milliarden Euro umgesetzt. Gegenüber dem Vorjahr, in dem sich die Erlöse vergleichbar gerechnet auf 20,7 Milliarden Euro beliefen, wuchs das grüne Portfolio um rund elf Prozent. In das Umweltportfolio wurden im Geschäftsjahr 2009 unter anderen Energiesparmotoren, Solar-Wechselrichter und ausgewählte Komponenten für energiesparende Gebäudetechnik neu aufgenommen.
„Unsere grünen Produkte und Lösungen tragen in der Wirtschaftskrise zu einer Stabilisierung unseres Geschäftes bei“, sagte Barbara Kux, Mitglied des Siemens-Vorstands und Chief Sustainability Officer. Das Unternehmen hatte bereits darauf hingewiesen, dass sich der Gesamtumsatz des Siemens-Konzerns im nunmehr abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 in etwa auf Vorjahresniveau bewegen dürfte.
Die Kunden von Siemens konnten im Geschäftsjahr 2009 mit den eingesetzten Produkten und Lösungen des Siemens-Umweltportfolios, das erstmals 2007 ausgewiesen wurde, weltweit ihre Kohlendioxid-Emissionen (CO2) um insgesamt 210 Millionen Tonnen senken – so viel wie New York, Tokio, London und Berlin in Summe an CO2 jährlich ausstoßen. Im Vorjahr beliefen sich die kumulierten Gesamteinsparungen vergleichbar gerechnet auf insgesamt rund 160 Millionen Tonnen. Diese jährlichen CO2-Einsparungen sollen im Geschäftsjahr 2011 bei mindestens 300 Millionen Tonnen liegen. Das entspricht etwa dem heutigen gesamten CO2-Ausstoß der sechs Weltstädte New York, Tokio, London, Singapur, Hongkong und Rom.
Starkes Wachstum in der Windenergieerzeugung
Ein besonders starkes Wachstum verzeichnete Siemens im grünen Portfolio mit den Produkten und Lösungen in der Windenergieerzeugung. Große Aufträge erhielt das Unternehmen hier unter anderem im Zusammenhang mit dem Bau des weltweit größten Windparks in der Themsemündung nahe London. Derartige Großaufträge bilden die Basis für weiteres Wachstum in der Zukunft. Auch das anhaltend starke Geschäft mit Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerken sowie deren Schlüsselkomponenten beflügelte die Entwicklung des grünen Portfolios von Siemens.
Zum Umweltportfolio gehören Siemens-Lösungen aus nahezu allen relevanten Feldern der Erzeugung, Übertragung und Nutzung von Energie – ob bei Gebäuden, Licht, im Verkehr oder in der Industrie – sowie weitere Umwelttechnologien. Nahezu alle Divisionen aus den drei Sektoren Industry, Energy und Healthcare tragen dazu bei. Die jeweils größten Einzelbeiträge bezüglich der CO2-Einsparung liefern regelmäßig die Geschäfte mit hocheffizienten Gasturbinen, die Erneuerung älterer Kraftwerke, Windkraftanlagen, energieeffiziente Beleuchtung und umweltfreundliche Züge.
Damit sich ein Produkt für das Siemens-Umweltportfolio qualifiziert und in die Berechnung eingeht, muss es zur Senkung der Treibhausgasemissionen beitragen oder als Umwelttechnologie zur Luft- und Wasserreinhaltung dienen. Das trifft uneingeschränkt auf alle Produkte der erneuerbaren Energien zu. Das CO2-Minderungspotenzial anderer Produkte wird über Referenzgrößen ermittelt.
So berechnet sich das Einsparpotenzial der derzeit modernsten und effizientesten Gasturbinenkraftwerke über einen Emissionsvergleich je erzeugter Kilowattstunde Strom mit dem weltweiten Durchschnittswert aller Kraftwerke. Ebenso wird etwa der Beitrag von Leuchtdioden oder Energiesparlampen ermittelt. Lösungen zur Nachrüstung veralteter Kohlekraftwerke sind ebenfalls Bestandteil des Umweltportfolios, da eine Wirkungsgradsteigerung ein erhebliches Potenzial der CO2-Minderung zu vergleichsweise geringen Kosten erschließt. Auch das Einsparpotenzial bei der Energieoptimierung von Gebäuden errechnet sich durch einen Vorher-Nachher-Vergleich.






