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WIRTSCHAFT

Starbucks: Nur mehr faire Bohne in Europa


Berlin (3.3.10): Das ist ein Aufschlag. Ab dem 2. März 2010 schenkt Starbucks in allen Kaffeehäusern in Deutschland und Europa ausschließlich 100 Prozent Fairtrade zertifizierte espressobasierte Getränke aus. Damit ist Starbucks auch der größte Einzelabnehmer von fair gehandelten Kaffee weltweit.
Ab heute schenkt Starbucks in allen Kaffeehäusern in Deutschland und Europa ausschließlich 100 Prozent Fairtrade zertifizierte espressobasierte Getränke aus. Dieter Overath, Geschäftsführer TransFair e.V., freut sich naturgemäß: "Starbucks setzt neue Maßstäbe in der Kaffeeindustrie, indem es seine globale Größe dazu einsetzt, Gutes zu tun. So wird die Reichweite von Fairtrade vergrößert und zehntausende Bauern, die das Herz des Fairtrade Systems bilden, profitieren von dem Engagement."

Durch die Umstellung auf Fairtrade werden die weltweiten Prämienzahlungen an Kaffeebauern um mehr als 2,6 Millionen Euro pro Jahr ansteigen.

Fairer Handel stärkt Kleinbauern

Kaffeebauern seien heute mehr denn je auf Fairen Handel angewiesen. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Zeiten blieben Verbraucher den ethischen Werten von Fairtrade treu, so Overath weiter. Der Faire Handel hat das Ziel, Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika zu fördern und ihnen so eine Existenz aus eigener Kraft zu ermöglichen. Ihre Lebensbedingungen werden verbessert, die Binnenwirtschaft wird gestärkt und langfristig ungerechte Weltwirtschaftsstrukturen werden abgebaut. Dies geschieht zum Beispiel durch Mindestpreise und Prämienzahlungen. Gezielt werden die besonders benachteiligten kleinbäuerlichen Familien und deren Selbsthilfeinitiativen gefördert, die sich für eine nachhaltige Entwicklung von Ökologie, Bildung und Frauenförderung einsetzen.

Basis für alle Espressogetränke bei Starbucks ist der "Espresso Roast", der nun das Fairtrade-Siegel trägt. Die Bohnen für diesen Kaffee stammen insbesondere aus Guatemala, Costa Rica, Peru und Tansania. Die Anbaubetriebe in diesen Ländern werden die ersten sein, die von den Vorteilen der ausgebauten Kooperation profitieren. Mit Hilfe der Fairtrade-Prämien kann die tansanische Kaffekooperation KILICAFE, "Association of Kilimanjaro Specialty Coffee Growers", zum Beispiel neue Anlagen zur Kaffeeproduktion als auch Sozial-, Gesundheits- und Bildungsprogramme für die Mitglieder finanzieren. Im weiteren Verlauf der Zusammenarbeit werden ebenfalls zusätzliche Produzenten eingebunden.

TransFair wird von 36 Mitgliedsorganisationen unterstützt. Derzeit bieten in Deutschland 150 Lizenznehmer rund 1.000 Fairtrade-Produkte wie Kaffee, Tee, Schokolade, Kekse, Kakao, Honig, Bananen, Fruchtsäfte, Eistees, Wein, Sportbälle, Reis, Rosen und Textilien aus Fairtrade-Baumwolle an. Die Fairtrade-Produkte sind in über 30.000 Supermärkten, in den Lebensmittelabteilungen der Warenhäuser, im Naturkosthandel und in allen Weltläden erhältlich. Darüber hinaus schenken rund 10.000 gastronomische Betriebe wie Kantinen, Cafés, Mensen oder Hotels fair gehandelten Kaffee und andere Produkte aus.

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