Das Projekt hört auf den poetischen Namen ADELE (Adiabater Druckluftspeicher für die Elektrizitätsversorgung)und soll zu Zeiten eines hohen Stromangebots Luft komprimieren. Die dabei entstandene Wärme in einem Wärmespeicher zwischengespeichert und die Luft in unterirdische Kavernen gepresst werden.
Bei steigendem Strombedarf kann diese Druckluft unter gleichzeitiger Rückgewinnung der Wärme zur Stromerzeugung in einer Turbine genutzt werden, führt RWE in seiner Pressemitteilung aus.
Damit wird besonders auf die Energieproduktion aus Wind abgezielt: "Der massive und gewollte Ausbau der Windenergie erfordert intelligente Lösungen, um eine sichere Stromversorgung rund um die Uhr zu gewährleisten.", erläutert Dr. Jürgen Großmann, Vorstandsvorsitzender der RWE AG. Ein ausgewogener Energiemix, in dem alle Energieträger ihre Stärken einbringen, ist auch künftig der Garant für eine umweltfreundliche, sichere und wirtschaftliche Stromerzeugung. Innovationen wie ADELE werden dabei helfen, das Zusammenspiel der Energieträger zu optimieren, führt die RWE aus.
Ergänzend mag man hinzufügen, zum ausgewogen Energiemix gehört sicher nicht Atomkraft, die nur durch Subventionen und Hilfestellung der Politik sich rechnet. Betriebswirtschaftlich ohne diese Unterstützungen aber schon längst ein Aus haben müßte.
Mit einer Machbarkeitsstudie haben die Projektpartner die Basis für das Entwicklungsprogramm gelegt, das jetzt startet. Ziel ist die Errichtung einer ersten Demonstrationsanlage ab 2013, die über eine Speicherkapazität von einer Gigawattstunde verfügen und eine elektrische Leistung von bis zu 200 Megawatt erbringen soll. Damit ist ADELE in der Lage, in kürzester Zeit Ersatzkapazität bereit zu stellen und für eine Dauer von fünf Stunden 40 hochmoderne Windräder zu ersetzen.
Und noch einmal Technik
Die bei der Verdichtung stark ansteigende Temperatur der Luft auf über 600 Grad Celsius, die hohe Anforderungen an die Kompressortechnik stellt, spielt eine entscheidende Rolle. Damit die entstehende Wärme nicht verloren geht, wird sie der komprimierten Luft vor dem Einspeichern entzogen und von einem Wärmespeicher aufgenommen. Um Strom erzeugen zu können, muss die kalte Druckluft erst wieder durch den Wärmespeicher aufgeheizt werden, ehe sie eine Turbine antreiben kann.
Dieses adiabate Verfahren, bei dem die Wärme der verdichteten Luft nicht verloren geht, sondern im Prozess verbleibt und zur Stromerzeugung genutzt werden kann, unterscheidet sich von bestehenden Druckluftspeichern vor allem durch deutlich höhere Wirkungsgrade. Auch erfolgt die Erwärmung nicht mehr durch den Einsatz von Erdgas, so dass zudem CO2 eingespart werden kann.
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Samstag, 11. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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