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WIRTSCHAFT

Studie: Industrie kann 25% Co2 Emissionen einsparen


Stuttgart (8.12.09): Bis zu 25 Prozent der CO2-Emissionen können im Jahr 2020 mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) in Deutschland eingespart werden laut einer Studie von Deutscher Telekom, Huawei, SAP, Siemens und The Boston Consulting Group. Mit Energieeinsparung können rund 84 Milliarden Euro eingespart werden.

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "SMART 2020 Deutschland". Die IKT-Industrie kann demnach eine treibende Kraft auf dem Weg zu nachhaltigem Klimaschutz darstellen. Es braucht aber zur Realisierung u.a. geeignete Bildungs- und Aufklärungskampagnen sowie Förderansätze, führt die Studie aus. Bei letzterem darf man Skepsis äußern, denn bei einem Einsparpotential von 84 Milliarden Euro alleine für den IKT-Sektor, wird die Wirtschaft sich dies wohl selber finanzieren können. Richtig jedoch die Forderung der Studie, dass es entsprechende Gesetze zur Förderung einer umweltfreundlichen Haltung wie Handlungsweise braucht.

 

Die Studie dazu: Der Geschäftswert sogenannter "SMART"-Konzepte zur Energieeinsparung wird darin alleine für den IKT-Sektor mit bis zu 84 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 ausgewiesen. Der Informations- und Kommunikationstechnologie-Sektor ist zwar nur zu einem geringen Teil an den Emissionen beteiligt, bietet aber gleichzeitig ein beachtliches Klimaschutzpotenzial für andere Industriezweige – beispielsweise die Verkehrs- und Logistikbranche oder die Stromwirtschaft. Während die IKT im eigenen Bereich 13 Mt CO2e-Emissionen einsparen kann, lassen sich in den übrigen Industrien durch den konsequenten Einsatz von IKT Reduktionspotenziale von 194 Mt im Jahr 2020 erzielen.

 

Das in der Studie verwendete sogenannte "SMART"-Konzept steht für fünf Ansatzpunkte, die

diese Reduktion ermöglichen sollen: Standardisierung (Standardization), Überwachung (Monitoring), Verantwortlichkeit (Accountability), Umdenken (Rethinking) und Umwandlung (Transformation).

 

Im Fokus stehen fünf Branchen, wo sehr große Potentiale zu realisieren sind: Gebäudewirtschaft (Smart Buildings), Logistik (Smart Logistics), Stromwirtschaft (Smart Grid), Industrieautomation (Smart Motors) und Dematerialisierung.

 

Insgesamt – zu diesem Ergebnis kommt die Studie – ließen sich in diesen Bereichen die jährlichen CO2e-Emissionen um rund 194 Mt CO2e in den nächsten zehn Jahren reduzieren. Mit möglichen Einsparungen von bis zu 85,4 Mt CO2e im Jahr 2020 bietet der Logistiksektor, zu dem auch der Straßenverkehr zählt, das größte Potenzial. Erfolgversprechende Geschäftskonzepte zur Senkung der klimaschädlichen Schadstoffe sind etwa die intelligente Steuerung des Verkehrsflusses oder die Einführung einer IKT-gestützten Städtemaut.

 

In der Gebäudewirtschaft könnten Emissionen von bis zu 41,8 Mt CO2e eingespart werden – beispielsweise durch Gebäude- Klimamanagementsysteme. In der Industrieautomation beziffert die Studie mögliche Reduktionspotenziale auf 26,4 Mt CO2e, während sie in der Stromwirtschaft ein Einsparpotenzial von

insgesamt 23,6 Mt CO2e sieht.

 

Schließlich bietet auch die Dematerialisierung von Produkten und Dienstleistungen, z. B. durch die Einschränkung von Geschäftsreisen mit Hilfe von Videokonferenzen, ein Reduktionspotenzial von 16,3 Mt CO2e.

 

Kurz: Klimawandel ist möglich und rechnet sich.




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