The Foo Brains & Capital konnte auf ihre erste Konferenz für nachhaltiges ökologisch-soziales Investment und grünes Risikokapital rund 60 Teilnehmer begrüssen. Das Ziel, nachhaltigen Investoren und Unternehmern eine Plattform zu bieten, stellt einen ersten vielversprechenden Auftakt dar. Der nachhaltige Risikofonds von The Foo will sich Grenzen des Wachstums setzen, was für einen Fonds wohl eine einmalige Absicht darstellt.
Für The Foo Brains & Capital, gegründet 2008, bedeutet Nachhaltigkeit die umfassende Verknüpfung von Ökonomie - Ökologie – und gesellschaftlicher Relevanz. Der Abend startete mit einem „mashup“ Film, der auf kritische Weise den Ressourcenverbrauch und den missbräuchlichen Einsatz von Werbung und Kommunikation thematisierte. Das Nadelöhr Kommunikation also. Interessant, dass sich eine Venture Capital Agentur dem kommunikativen Turn stellt und erkennt, was man von den meinsten klassischen venture Capitalist nicht behaupten kann. Ganz im Gegenteil suchen klassische VC Fonds eher die Diskretion und Verschwiegenheit.
Thomas Jäger, Gründer und NEO (Non-Executive Officer) von The Foo Brains & Capital, führte durch den Abend und lies die “First Tuesday“ Tradition wieder aufleben; eine Methide, die man aus den Start-up Zeiten des Internet-Booms kennt: In kurzen Präsentationen stellten sich 8 Unternehmen vor.
Ein „stylishes“ Mobilitätskonzept, gefolgt von erprobter und in wenigen Monaten einsetzbarer Brennstoffzelltechnologie, einem mittelständischem hochprofitablen Naturkosmetikhersteller mit 25 jähriger Tradition und einer Internetplattform, die müheloses Spenden ermöglicht, stellten der Auftakt.
Der gebürtige Österreicher und Zukunftsforscher Klaus Kofler von Trends & Wege berichtete in seinem Impulsvortrag über den „Megatrend“ Nachhaltigkeit. Verantwortungsvolles Unternehmertum und ökologisch-soziales Investment sind Basis für zukunftsfähiges Wirtschaften, so Kofler.
Ein Stoffkreislauf verbunden mit Ressourceneinsparung in der Aluminiumbearbeitung, ein Erlebniseinkaufskonzept für Klimaschutz, eine Klimaanlage aus der Erde, ein 50 Jahre junges Unternehmen, das München täglich mit Lebensmitteln versorgt und ein Architekturprojekt, das ganz natürlich sparsam ist, beendeten die erste Präsentationsrunde.
Jedes der präsentierten Unternehmen erfüllt nach Angaben von The Foo die drei Säulen der Nachhaltigkeit exzellent und entspricht so den Investitionskriterien von The Foo Brains & Capital.
Grünes Risikokapital geht seinen Weg
The Foo Brains & Capital gab während der ersten Konferenz für nachhaltiges ökologisch-soziales Investment den Startschuss für den ersten grünen Risikokapitalfond in Deutschland. Es handelt sich um einen geschlossenen, direktinvestierenden Fond mit einem Fondvolumen von 25 Millionen Euro.
The Foo Brains & Capital nimmt Geld nicht aus beliebigen Quellen an. Die Kapitalgeber sind ausschließlich ökologisch-ethische Investoren sowie vermögende Privatpersonen, die in der Vergangenheit gezeigt haben, dass sie die drei Säulen der Nachhaltigkeit achten. Ab dem 1. August können Investoren ein Beteiligungsangebot abgeben.
Nachhaltigkeit und zukunftsfähiges Wirtschaften ist mehr eine Sache der Einstellung als der Branche. Aus diesem Grund hat The Foo keinen Branchenfokus, setzt aber auf Ausschlusskriterien in Verbindung mit den folgenden drei Investitionsparametern:
1. Investment und Kapitalgeber erkennen die Grenzen des Wachstums
2. Geschäftsmodell ist erfolgreich auf die postfossile Zeit ausgerichtet
3. Excellenz in allen drei Säulen der Nachhaltigkeit von Anfang an
Sind diese Kriterien erfüllt, kann sich The Foo direkt und tätig engagieren. Unternehmerisches und gesellschaftliches Engagement können so den Wandel unterstützen, so der konzeptionelle Anspruch.
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