Dies unterlegt das Programm, welches einen eigenen Schwerpunkt nur für CSR (Corporate Social Responsibility) mit Nahtstelle zu Nachhaltigkeit setzt. Aktuell gibt es in der Tourismusbranche einzelne Leuchttürme und der eine oder andere große Reisekonzern sieht das Thema, welches er zumeist im Bereich Ökologie realisiert.
Dies meint, dort wird ein lokaler Lieferant eingesetzt und da an der Ressource Energie optimiert. Alles richtig, doch im Bereich Soziales und Wirtschaft findet man kaum etwas und von einer Strategie ist erst gar nicht zu sprechen. Dies trifft sowohl Unternehmen als auch die verschiedenen staatsnahen Tourismusverbände auf regionaler und nationaler Ebene.
Wichtig daher, dass die ITB mit einem eigenen CSR Tag hier Zeichen setzt und biette dazu rund 20 Veranstaltungen auf. So werden in verschiedenen Foren und Podiumsdiskussionen Fragen aufgeworfen wie "Meeresschutz und Tourismus", "Kreuzfahrten: Wachstum auf Kosten der Umwelt?", weiters wird exklusiv eine Studie präsentiert von der GfK zur Sicht des Kunden und Nachhaltigkeit.
Im Panel "CSR als Etiktettenschwindel?" wird kritisch gefragt und eine empirische Studie präsentiert: Destinationen, Hotels, Pauschalreisen – angeblich ist vieles ökologisch nachhaltig und sozial verträglich. Was jedoch erlebt der Kunde, wenn er eine Reise buchen will? Wissen die Reisebüros Bescheid und beraten sie richtig? Hält das Internet die relevanten Informationen bereit? Und bestehen die Destinationen den Fakten-Check? Und schließlich wird die Frage "Greenwashing" thematisiert.
Alles im allem, ein wichtiges Signal, wonach man erkannt hat, dass hier Herausforderungen für die Zukunft bestehen. In der Tourismusbranche ist diese notwendige Debatte nun auch eröffnet und jene, die hier ohne Strategie und Plan dastehen, werden absehbar das Nachsehen haben.
Was unter "sanftem Tourismus" noch Vision eines komplexen Systems war, in dem die ökologischen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Elemente harmonisch zusammenspielen, ist mit der Agenda 21 der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro (Rio-Konferenz) 1992 als "Nachhaltigkeitsprinzip" von der weltweiten Staatengemeinschaft vereinbart worden.
In enger Anlehnung an dieses Nachhaltigkeitsprinzip wurde später eine Inhaltsbeschreibung entworfen:
"Nachhaltiger Tourismus ist von den Grundsätzen der Erklärung von Rio über Umwelt und Entwicklung und den Empfehlungen der Agenda 21 geleitet. Er muss soziale, kulturelle, ökologische und wirtschaftliche Verträglichkeitskriterien erfüllen. Nachhaltiger Tourismus ist langfristig, d.h. in Bezug auf heutige wie auf zukünftige Generationen, ethisch und sozial gerecht und kulturell angepasst, ökologisch tragfähig sowie wirtschaftlich sinnvoll und ergiebig". (forum umwelt und entwicklung,1999).
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Freitag, 10. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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