"Sie können sich nicht einfach auf einen Bankberater verlassen", lautet das Fazit der Stiftung Warentest zur aktuellen Untersuchung der Zeitschrift Finanztest zur Anlageberatung der Banken. Nachdem ein üppiger Rettungsschirm aufgespannt worden ist von der Bundesregierung, den die Bürgerinnen und Bürger zahlen mit Sparpaketen, machen die Banken einfach weiter wie gehabt.
"Nach wie vor scheinen die Banken nichts aus ihren Fehlern gelernt zu haben", kommentiert Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv). Die Banken hätten den "Stresstest" aus Verbrauchersicht nicht bestanden.
6 von 21 Banken sind mangelhaft
Im Ergebnis erhielten sechs von 21 getesteten Kreditinstituten die Note "mangelhaft", als beste Note verteilten die Tester von Finanztest eine 3,1! Also gerade mal ein "befriedigend".
In der Folge titelt die Stiftung Warentest folgerichtig "Die Blamage geht weiter" und stellt der Qualität der Anlageberatung in Banken ein wie die Stiftung schreibt "jämmerliches" Zeugnis aus.
Die Hauptkritikpunkte
Nach wie vor erkundigen sich viele Berater nicht nach den finanziellen und persönlichen Verhältnissen ihrer Kunden und missachten damit elementare Grundregeln der Beratung. Auch ihrer Pflicht zur Aushändigung eines Beratungsprotokolls sind die Berater nicht nachgekommen. In mehr als der Hälfte der Fälle wurde die Pflicht zur Aushändigung eines Protokolls missachtet.
Forderung nach klaren gesetzlichen Vorgaben und effektiven Kontrollen sind unabwendbar. Der vzbv sieht sich in nach dem aktuellen Test in seinem Ruf nach dem Gesetzgeber bestätigt. "Ohne die Abkehr von der provisionsgetriebenen Beratung, ohne klare gesetzliche Vorgaben und effektive Kontrollen durch die Finanzaufsicht wird sich an der Qualität der Anlageberatung durch Banken und Finanzvermittler nichts ändern", fasst Gerd Billen die zentralen Forderungen zusammen.
Die Geschäftsmodelle hätten sich überlebt, es müsse endlich ehrlich, transparent und bedarfsgerecht zugehen, sagt der vzbv.
(Quellen: vzbv, Stiftung Warentest)
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Sonntag, 12. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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