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WIRTSCHAFT

Windenergie: Deutschland Exportweltmeister, US-Markt schwach


Berlin (30.7.10): Der deutsche Windanlagenbau boomt und weist eine Exportquote von 75% auf. Der globale Markt wird aber Einbrüche sehen, da der US-Markt für Windenergie gerade schwächelt.
Die Kennzahlen der deutschen Windindustrie können sich sehen lassen: Mit einem Umsatz von Windenergieanlagenproduktion wird in Deutschland ein Umsatz von 6,4 Mrd. Euro erwirtschaftet, weist einen globalen Marktanteil von 17,5 % auf und sichert rund 100.000 Arbeitsplätze, nach Angaben des Bundesverband Windenergie e.V.

Besonderes Potential liegt auch in den Off-Shore Windanlagen wie Umweltminister Röttgen der Tage ausführte: "Obwohl die Nutzung der Offshore-Windenergie in Deutschland erst am Anfang steht, zeigt sich bereits jetzt das große wirtschaftliche Potenzial, das in dieser Technik steckt. Wenn wir jetzt die richtigen Weichen stellen, wird die Windenergie auf hoher See unsere Ausbauziele im Bereich der Erneuerbaren Energien in großen Schritten voranbringen."

Trotz eines leicht rückläufigen Heimatmarkts im ersten Halbjahr 2010 nimmt die deutsche Windindustrie eine Spitzenstellung beim weltweiten Ausbau der Windenergie ein. Während der deutsche Markt in 2009 lediglich 6 % des Weltmarkts ausmachte, betrug der Umsatz der Windenergieanlagenhersteller in Deutschland 17,5 % des weltweiten Umsatzes. Dabei betrug die Exportquote 75 %. "Das unterstreicht deutlich, dass die deutsche Windindustrie ihre führende Stellung im Weltmarkt im letzten Jahr behauptet hat.

Die aktuelle Herstellerbefragung des Deutschen Windenergie-Institutes (DEWI) unterstreicht die Bedeutung eines stabilen Inlandsmarkts als Grundlage für Erfolge auf dem stetig wachsenden Weltmarkt.

Im ersten Halbjahr 2010 wurden in Deutschland 332 Anlagen mit zusammen fast 660 Megawatt (MW) Leistung installiert. Insgesamt sind Mitte 2010 in Deutschland 21.315 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 26.386 MW installiert. Zusätzliche Impulse wird auch das Offshore Geschäft bringen. "Wir erwarten in diesem Jahr 150 MW neu installierter Offshore-Leistung in Deutschland, die sich in 2011 auf 300-400 MW steigern sollte“ so Albers.

Der Windenergie-Weltmarkt wird in 2010 von einem leichten Rückgang geprägt sein, was im wesentlichen auf den Einbruch des US-amerikanischen Markts zurückzuführen ist. Dies belegen die Halbjahreszahlen aus den USA, nach denen bis dato lediglich 1.300 MW Windenergieleistung ans Netz gegangen sind. "Mit dieser Halbjahresbilanz aus den USA müssen wir in 2010 von einem Rückgang um fast die Hälfte im Vergleich zu 2009 ausgehen" erklärte Herdan. "Damit dürfte der Weltmarkt die Vorjahresmarke nicht ganz erreichen, auch an der Windbranche ist die Wirtschaftskrise nicht gänzlich spurlos vorbeigegangen. Wir gehen in 2010 von einem Weltmarktvolumen von 38.000 Megawatt aus, das allerdings in 2011 wieder deutlich wachsen wird“ ergänzte Herdan.

Die perspektivisch steigende Nachfrage nach Windenergieanlagen im In- und Ausland garantiert zukunftssichere Jobs in der deutschen Windindustrie. 100.000 Menschen arbeiten aktuell in der deutschen Windenergiebranche. Für die Zukunft der deutschen Windenergie stellt nach Ansicht von BWE und VDMA Power Systems nicht nur das künftige Energiekonzept der Bundesregierung wichtige Weichen. Für einen erfolgreichen Ausbau der Windenergie vor Ort ist neben einem verlässlichen EEG auch eine Landesplanung pro Wind in den Bundesländern entscheidend. "Wenn die Bundesländer bei der Raumordnung auf der Bremse stehen, wird Deutschland seine Klimaschutzziele verfehlen", erläuterte Albers.

Bericht zur ersten Off-Shore Windanlage in Deutschland auf Glocalist > bit.ly/aPt9wD

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