Im ersten Quartal 2010 wurden im Auftrag von Union Investment durch das Marktforschungsinstitut Forsa 500 Finanzentscheider in privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59 Jahren befragt, die mindestens eine Geldanlage besitzen.
Und die Ergebnisse mögen manchen überraschen, der da meint, bei der Rendite höre die Nachhaltigkeit auf und die Gier beginne. Dies ist vor allem ein relevantes Ergebnis für zahlreiche Venture Capitalist (VC), die gerade in nachhaltige Start-ups investieren von Bedeutung, da viele VCs in Sachen Nachhaltigkeit noch immer mit den alten Maßstäben der Gier an die Unternehmen der Nachhaltigkeit herantreten und Renditen jenseits von 20% einfordern bzw. sich wünschen. Private Anleger haben hier den mentalen Umschwung bereits geschafft, es wäre zu wünschen, dass nun auch VCs diese neuen Maßstäbe begreifen.
Bei den privaten Anlegern in Deutschland steht Nachhaltigkeit hoch im Kurs: Fast zwei Drittel der Befragten sind sogar bereit, für eine nachhaltige Geldanlage weniger Gewinn in Kauf zu nehmen. Am besten kommen solche Geldanlagen bei jungen Anlegern zwischen 20 und 29 Jahren an. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Union Investment zu nachhaltigen Geldanlagen hervor.
Nachhaltige Geldanlagen, bei denen neben klassischen Kriterien wie zum Beispiel Sicherheit und Gewinn auch ökologische und soziale Aspekte berücksichtigt werden, finden 32 Prozent der Befragten attraktiv. Damit liegt der Anteil der Befürworter um fünf Prozentpunkte höher als der Anteil derer, die solche Geldanlagen als wenig attraktiv bewerten (27 Prozent).
Während im Geschlechtervergleich keine signifikanten Unterschiede zu beobachten sind, spielt das Alter der Befragten für das Ergebnis sichtlich eine Rolle. In der Gruppe der 20- bis 29-Jährigen halten 45 Prozent nachhaltige Geldanlagen für attraktiv und übertreffen den Durchschnittswert aller Befragten damit um 13 Prozentpunkte.
63 Prozent der Befragten wären sogar bereit, sich zugunsten der Nachhaltigkeit einer Geldanlage mit weniger Gewinn zu begnügen. Nur eine Minderheit (35 Prozent) zeigt sich nicht gewillt, für die Nachhaltigkeit eines Produkts auf einen Teil ihres Gewinns zu verzichten.
„Nachhaltigkeit ist keine Modeerscheinung. Der hohe Stellenwert gerade bei jungen Anlegern unterstreicht, dass das Thema bei der Geldanlage weiter an Bedeutung gewinnen wird. Nachhaltig wirtschaftende Unter-nehmen setzen Ressourcen effizienter ein und sparen somit Kosten. Davon können auch die Anleger profitieren“, kommentiert Daniel Günnewig, Leiter Produktmanagement bei Union Investment, das Ergebnis der Studie.






