Anlässlich der Anti-Atom-Demo in Berlin ruft Energie in Bürgerhand zur Beteiligung am ökologischen und sozialen Umbau der Energiewirtschaft auf.
Die Genossenschaft "Energie in Bürgerhand" i.G. (EiB) hat in 4 Monaten 20 Millionen EUR von mehr als 3000 Menschen auf Treuhandkonten gesammelt, um sich beim Kauf des fünftgrößten Energieunternehmen in Deutschland - der Thüga AG - zu beteiligen. Das ist mehr als nur ein Achtungserfolg. "So sollen Millionenbeträge nicht länger in Konzernkassen versickern, sondern zurück in die Taschen der Bürger vor Ort fließen.", gibt sich die Genossenschaft selbstbewußt und klar strategisch orientiert.
Die Thüga AG war bisher eine 100 Prozent Tochtergesellschaft der E.ON-Ruhrgas und ist mit mehr als 90 Minderheitsbeteiligungen an kommunalen Unternehmen das größte Netzwerk kommunaler Energieversorger in Deutschland.
Am 12. August 2009 ist die Grundsatzentscheidung des Verkaufs der Thüga AG durch den Energieriesen E.ON an ein Konsortium von etwa 50 kommunalen Unternehmen bekannt gegeben worden. Die neue Thüga gehört in Zukunft Enercity (Stadtwerke Hannover AG), Mainova (Frankfurt) und N-ERGIE (Nürnberg) zu jeweils rund 20,75 Prozent und der Stadtwerkegruppe „KOM9“ zu 37,75 Prozent. In der KOM9 haben sich mehr als 45 kommunale Versorgungsunternehmen aus ganz Deutschland - von Aue bis Wiesbaden - zusammengeschlossen.
Ein wichtiger Meilenstein, auch für “Energie in Bürgerhand” ist damit erreicht.
"Wir haben die einmalige Chance von unten her einen ökologischen Energiekonzern aufzubauen. Die Zeit ist reif dafür, dass Energiepolitik nicht mehr von oben verordnet wird" , sagte Dr. Michael Sladek, Arzt, Mitarbeiter der EWS Schönau und Aufsichtsratsvorsitzender der EiB, auf der Pressekonferenz vor der Anti-Atom-Demo am 05.09.2009 in Berlin.
Die Genossenschaft “Energie in Bürgerhand” (EiB) möchte sich an der “neuen” Thüga beteiligen und “frischen sozialen und ökologischen Wind” in die kommunalen Unternehmen bringen. Ziel der “Energie in Bürgerhand” ist es sich mit mindestens 100 Mio. EUR an der Thüga zu beteiligen. "Je mehr Menschen EiB unterstützen, desto stärker wird die Position von EiB sich an der neuen Thüga AG beteiligen zu können.", so die Genossenschaft.
Verzicht auf Atomstrom, weitgehend regenerative und dezentrale Erzeugung von Strom und Gas sowie massive Förderung von Energieeffizienz und –einsparung sind die ökologischen Ziele, die die Genossenschaft mit ihrer Beteiligung in den Thüga-Stadtwerken voranbringen möchte.
Web >> www.energie-in-buergerhand.de
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Samstag, 4. Feber 2012 - Eine andere Information ist möglich!



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