Baden-Württembergs Umweltministerin Tanja Gönner appellierte heute angesichts des aktuellen Gasstreits verstärkt in Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu investieren.
Die Importabhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Gas könne dadurch dauerhaft verringert und gleichzeitig ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. "Wir sollten beim aktuellen Gasstreit nicht wie das Kaninchen vor der Schlange sitzen, sondern die notwendigen Konsequenzen ziehen. Da ist jeder Einzelne gefordert, ob als Privathaushalt oder in der Wirtschaft", so Umweltministerin Gönner.
Bei rund zwei Millionen Gebäuden im Land bestehe ein energetischer Sanierungsbedarf. Durch eine optimale Wärmedämmung könne der Heizenergieverbrauch um bis zu 50 Prozent und mehr verringert werden.
Es wird deutlich, wie notwendig es ist, bei der Energieeffizienz voranzukommen und die Nutzung heimischer und regenerativer Energieträger auszubauen."
Dabei rechneten sich Investitionen in die energetische Sanierung auch finanziell, betonte Gönner. In Baden-Württemberg gehen knapp 30 Prozent der Kohlendioxidemissionen auf das Konto Heizen und Warmwasserbereitung in Wohngebäuden. Mehr als jeder zweite Neubau im Land mit Erdgas beheizt.
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